Gesellschaft Kreis heißt Neubürger willkommen

Offizielle Begrüßung im Alb-Donau-Kreis durch Landrat Heiner Scheffold: Zuwanderer, die in den vergangenen zwei Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen haben, versammeln sich fürs gemeinsame Erinnerungsfoto.  
Offizielle Begrüßung im Alb-Donau-Kreis durch Landrat Heiner Scheffold: Zuwanderer, die in den vergangenen zwei Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen haben, versammeln sich fürs gemeinsame Erinnerungsfoto.   © Foto: Tanja Miller
Alb-Donau-Kreis / Von Tanja Miller 17.05.2018

Corinna Ritter (68) aus England, Daniela Gromotka (43) aus Rumänien und Pison Ndala (18) aus Angola haben eines gemeinsam: Sie sind zwischen 2016 und 2018 zu deutschen Staatsbürgern im Alb-Donau-Kreis geworden. Landrat Heiner Scheffold (55) freut sich darüber. Er begrüßte sie und 26 weitere neu Eingebürgerte aus 18 Ländern am Dienstag im Haus des Landkreises.

Als Deutsche hätten sie nicht nur Rechte und Pflichten, sondern sie seien Bestandteil der Kultur und Wertegemeinschaft. „Achten und pflegen Sie diese Werte“, bittet Scheffold, und er ermutigt die Neubürger im Alb-Donau-Kreis, sich aktiv in der Gesellschaft einzubringen.

Damit integrationswillige Menschen dauerhaft in Deutschland bleiben, braucht es nach Ansicht des Landrats ein Zuwanderungsgesetz: „Es macht für die, die zu uns kommen, die Spielregeln klar.“

Die deutschen Gesetze kennt Corinna Ritter. Bereits seit 47 Jahren lebt sie hier mit ihrem Mann. In dieser Zeit habe sie sich schon immer für die deutsche Staatbürgerschaft interessiert, machte aber nie den Schritt. Der baldige Austritt Großbritanniens aus Europa sei der Auslöser gewesen, warum sie sich einbürgern ließ: „Durch den Brexit weiß ich nicht, was auf mich zu kommt“, sagt die 68-Jährige.  Dennoch sei sie froh, ihre englische Staatsbürgerschaft zusätzlich behalten zu dürfen.

Auch Daniela Gromotka ist es wichtig, einen doppelten Pass zu haben. Denn sie will ihre Rechte in Rumänien nicht verlieren. Da sie seit mehr als 18 Jahren mit drei Kindern in Deutschland lebt und arbeitet, sei es ihr von Bedeutung und eine Ehre, Deutsche zu sein, sagt die 43-Jährige: „Dadurch fühle ich mich dem Land zugehörig.“ Zudem sei es schlicht ein Vorteil, wählen gehen zu können.

Dieser Meinung ist auch Pison Ndala, der hier geboren wurde und dessen Familie ihre Wurzeln in Angola hat: „Ich will mitbestimmen, was in Deutschland passiert.“ Zusätzlich heißt deutsch sein für den 18-Jährigen, mehr Sicherheit zu haben. Zusammen mit dem jungen Mann wurden seit Mai 2016 im Alb-Donau-Kreis 322 Menschen eingebürgert.

Volle Rechten und Pflichten

Einbürgerung Sie ist mehr als nur eine Formalität, sie ist die bewusste Entscheidung, von nun an als deutscher Staatsbürger hier zu leben. Damit erwerben die Menschen volle Rechte und Pflichten. Das erleichtert ihnen das Leben und die Mitgestaltung – beim Wählen, beim Reisen und im Beruf. Eingebürgerte Menschen haben aktives und passives Wahlrecht – das Recht zu wählen und gewählt zu werden. Sie haben freien Zugang zu allen Berufen. (Quelle: Innenministerium Stuttgart)