Feuerwehr Knifflige Übung mit der Drehleiter in Erbach

Die Feuerwehr hat geübt und bestanden.
Die Feuerwehr hat geübt und bestanden. © Foto: Franz Glogger
Erbach / Franz Glogger 16.10.2017
Die Erbacher Lebensretter haben am Samstag ihre Professionalität unter Beweis gestellt – und Beifall geerntet.

Ein Großbrand beim Kaminhersteller Schiedel mit etlichen verletzten Personen, davon einige in dichtem Rauch vermisst. Das war die Annahme der diesjährigen Hauptübung der Erbacher Gesamtfeuerwehr am Samstag. Keine Viertelstunde dauerte es, und 100 Mann aller sechs Teilortwehren hatten mit einem Dutzend Fahrzeugen Stellung bezogen. Dank des vom Land in Erbach stationierten Katastrophenschutzfahrzeugs und seinen in speziellen Körben bereit gehaltenen „Endlos“-Schläuchen stand die geforderte Leitung in die 200 Meter entfernte Donau bald unter Druck.

Eine besondere Herausforderung war mit Hilfe der Drehleiter zu bewältigen. Auf einem Silo hatte sich ein Arbeiter schwer verletzt. Wegen des Geländers konnte die am Drehleiterkorb angebrachte Trage jedoch nicht direkt angefahren, sondern musste an einem Seil von oben abgelassen werden. Frei hängend wurde die Trage schließlich mitsamt dem Verletzten hochgehievt und auf dem Boden abgelassen. Dort nahmen ihn Helfer der ebenfalls eingebundenen DRK-Ortsgruppe zur Erstversorgung in Empfang. Nach einer Stunde waren alle „Verletzten“ gerettet und Einsatzleiter Uwe Steinle konnte unter dem Beifall der 80 Zuschauer, unter ihnen Bürgermeister Achim Gaus, „Feuer schwarz“ melden.