Sport Kletterei

Pfarrer Cornelius Küttner (links) klettert gegen Bürgermeister Sven Kneipp. Foto: Eva Menner
Pfarrer Cornelius Küttner (links) klettert gegen Bürgermeister Sven Kneipp. Foto: Eva Menner © Foto: Eva Menner
Merklingen / Eva Menner 20.12.2016

Seit zehn Jahren gibt es die Kletterabteilung des Tunrvereins Merklingen und die Kletterwand in der Sporthalle. Grund genug für eine kleine Feier zum Jubiläum. Höhepunkt war am Sonntagnachmittag der Kletterwettkampf zwischen Bürgermeister und  Pfarrer. Beide versicherten, vorher keine Zeit zum Training gehabt zu haben. Bürgermeister Sven Kneipp: „Vor sieben Jahren im Wahlkampf bin ich mal hochgeklettert.“ Mit Klettern habe er es sonst nicht, in den Bergen versuche er sich zwar an Klettersteigen. „Aber das ist ja eigentlich wandern mit Stahlseilen“, meinte er. Der Merklinger Pfarrer Cornelius Küttner outete sich an dem Nachmittag gar als „Höhenschisser“.

Angesichts dieser Tiefstapelei schlugen sich die beiden wacker, obwohl es ihnen die Kletterabteilung des TV Merklingen nicht leicht gemacht hatte. Viermal mussten die beiden an die Wand und nicht nur irgendwie hochklettern, sondern Luftballons zum Platzen bringen und mit verbundenen Augen hochsteigen. Letztlich war Kneipp der Schnellere von beiden.

Der Vorsitzende des TV Merklingen, Horst Nägele, gratulierte der jüngsten Abteilung des Vereins zum zehnjährigen Bestehen. „Am 19. Dezember 2006 wurde sie als siebte Abteilung unseres Vereins gegründet, 30 Jahre nach der sechsten Abteilung, der Tennisabteilung“, sagte er. Gekostet hat die Indoor-Kletterwand damals 28 000 Euro. 10 000 Euro hat die Gemeinde übernommen, 7500 Euro gab es als Zuschuss vom Württembergischen Landessportbund, dazu kamen Spenden, sodass das Projekt für den TV zu schultern war. Heute hat die Abteilung 147 Mitglieder, darunter 50 Jugendliche, sagte Abteilungsleiterin Bettina Bechtold-Schroff. „Klettern ist gut für die Koordination, für das Körpergefühl, für den Muskelaufbau. Und die Kinder lernen, dass man Verantwortung übernehmen muss, wenn man seinen Partner sichert, und umgekehrt, dem Partner zu vertrauen“, sagte sie. em