Verwaltung Kleine Variante der Forstreform

Alb-Donau-Kreis / ts 05.10.2018

Die Forstreform in Baden-Württemberg kommt. Aber sie wird an den Privatwaldbesitzern und an den Kommunen, die Dienstleistungen des Landratsamts in Anspruch nehmen, vorbeigehen. Zumindest vorläufig. Darüber hat Thomas Herrmann, im Landratsamt Leiter des Fachdienstes Forst, Naturschutz, kürzlich im Verwaltungsausschuss des Kreistags informiert. Demnach ermöglicht eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH), dass die Landratsämter in Baden-Württemberg sich weiterhin um den Privatwald und den Wald von Städten und Gemeinden kümmern. Lediglich der Holzverkauf muss von dieser staatlichen Aufgabe getrennt sein. Aber das ist Herrmann zufolge im Landratsamt Alb-Donau schon seit drei Jahren so geregelt. Dazu wurde außerhalb des Fachdienstes Forst eine kommunale Holzverkaufsstelle eingerichtet.

Mittelfristig könnte auch ein körperschaftliches Forstamt gebildet werden, an dem sich die Städte und Gemeinden beteiligen. Die Grundsatzbeschlüsse in den Gemeinderäten sind bereits gefasst. Das sei aufgrund fehlender Zuschusszusagen des Landes bislang aber nicht zu empfehlen, sagte Herrmann.

Schon vor dem BGH-Urteil hatte die Landesregierung eine Forstreform angestoßen. Diese wird nun für den Staatswald durchgezogen werden. Dieser soll demnach vom 1. Januar 2020 an nicht mehr von den Landratsämtern, sondern von einer Anstalt des öffentlichen Rechts bewirtschaftet werden. Der Staatswald im Alb-Donau-Kreis gehört dann zu den Betriebsteilen Ulmer Alb, Mittlere Alb und Oberland.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel