Kindergärten Neubau für den katholischen Kindergarten

Der katholische Kindergarten „Regenbogen“ in Laichingen muss wohl durch einen Neubau ersetzt werden. Die Stadt braucht mehr Kindergartenplätze.
Der katholische Kindergarten „Regenbogen“ in Laichingen muss wohl durch einen Neubau ersetzt werden. Die Stadt braucht mehr Kindergartenplätze. © Foto: sgk
mp 21.12.2017

Krippenplätze sind begehrt wie noch nie. In den  Laichinger Einrichtungen sind sie aber ziemlich ausgebucht. Angesichts der steigenden Kinderzahlen, auch bedingt durch zugezogene Neubürger, müsse die Stadt rechtzeitig reagieren, sagte Bürgermeister Klaus Kaufmann jüngst in seiner Haushaltsrede. Mit Umwandlungen von bestehenden Gruppen will Laichingen  gegensteuern und das Platzangebot ausdehnen.

Das werde insbesondere im katholischen Kindergarten „Regenbogen“ nötig sein. Hier rechnet die Stadt sogar mit einem Neubau. Noch in diesem Jahr hat der Gemeinderat zugestimmt, das Platzangebot im Machtolsheimer Kinderhaus „Pusteblume“ von 58 Regelplätzen für Zwei- bis Sechsjährige auf 67 zu erweitern.

Verlängerte Öffnungszeiten

Damit hat das Gremium dem Antrag des evangelischen Diakonieverbandes Ulm entsprochen. So wird eine Kleingruppe zur Regelgruppe umgewandelt,  und sie darf nach nötigen Umbauarbeiten ins Erdgeschoss ziehen. Damit gewinne das Kinderhaus neun neue Plätze.

Obendrein wird mit verlängerten Öffnungszeiten den Bedürfnissen der Eltern, die dazu befragt worden sind, entgegengekommen. Die sollen auf 34 Wochenstunden erweitert werden. Eine weitere Ausdehnung sei in Machtolsheim nicht möglich, weil sonst Räume für Schlaf- und Essenszeiten bereitgestellt werden müssen. Dafür reicht das Platzangebot im Kinderhaus allerdings nicht, führte Sachbearbeiterin Svenja Troll in der Gemeinderatssitzung am Montag aus. Für die Umbauarbeiten ist die Stadt zuständig, da ihr das Gebäude gehört. 30 000 Euro werden dafür in den Haushalt 2018 eingestellt.

Erfreulich für die Stadt: Die Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen bezuschusst der Bund im Rahmen des Investitionsprogrammes mit 1000 Euro je Platz. Das neue Platzangebot bedingt mehr Personal, was weitere rund 38 000 Euro im Jahr für eine Stelle mit einem Umfang von 75 Prozent kostet. 90 Prozent davon muss ebenfalls Laichingen tragen.

Beim Personal in der Kinderbetreuung will Bürgermeister Klaus Kaufmann nicht sparen. „Als Bürgermeister dieser Stadt werde ich ein Augenmerk stets auf eine bestmögliche Qualität bei der Kinderbetreuung legen. Dafür stehe und kämpfe ich, wohl wissend, dass das viel Geld kostet.“ Die Herausforderungen seien gestiegen, es gebe immer mehr Kinder, denen „schon die Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Entwicklung fehlen“, sagte er am Ratstisch. Und diese Kinder kämen längst nicht mehr nur aus problembehafteten Bevölkerungsschichten, „das geht inzwischen bis in die Mitte unserer Gesellschaft hinein“.

Dem könne man nicht mit der „fragwürdigen Strategie business as usual“ begegnen. Der unter ihm eingeschlagene Weg der Stadt beim Förder- und Betreuungsangebot trage mittlerweile Früchte, „daran können wir uns Gott Lob erfreuen“.

Der katholische Kindergarten

Derzeit werden im katholischen Kindergarten „Regenbogen“ 37 Kinder betreut.  In zwei Gruppen sorgen sich neun Mitarbeiterinnen um die Kleinen. Bei einem Neubau mit Baukosten von 1,75 Millionen Euro könnten dann 50 Kinder die Einrichtung besuchen.