Dornstadt Kinderbetreuung gefragt

Dornstadt / THOMAS STEIBADLER 03.03.2012
Auf gestiegenen Kinder-Betreuungsbedarf will die Gemeinde Dornstadt rasch reagieren: mit einer weiteren Krippengruppe und längeren Öffnungszeiten.

Schon nach den Pfingstferien, am 11. Juni, sollen an zwei Kindergärten der Gemeinde Dornstadt verlängerte Öffnungszeiten angeboten werden. Der Kindergarten im Malvenweg in Dornstadt sowie der Kindergarten im Teilort Bollingen werden dann auch über die Mittagszeit geöffnet sein. Beide Einrichtungen werden künftig montags und freitags erst um 14 Uhr und um 14.30 Uhr schließen. Von Dienstag bis Donnerstag wird nach wie vor Nachmittagsbetreuung bis jeweils 16 Uhr angeboten.

Zudem soll im Kindergarten des Teilorts Scharenstetten eine Krippengruppe eingerichtet werden. Wie Hauptamtsleiter Jörg Hunke im Gemeinderatsausschuss für Verwaltung, Finanzen und Soziales sagte, besteht in Scharenstetten erheblicher Bedarf. Bislang können in einer altersgemischten Gruppe Kinder ab zwei Jahren betreut werden. Sechs Familien aus dem Teilort, die nach Betreuungsmöglichkeiten gefragt hatten, musste die Gemeinde aber eine Absage erteilen. Möglichst rasch sollen deshalb zehn Plätze für Kinder ab einem Jahr zur Verfügung gestellt werden.

Ob das ebenfalls bis Mitte Juni klappt, ist Hunke zufolge noch offen. Zunächst muss der Gemeinderat die eintimmige Empfehlung des Ausschusses bestätigen, was frühestens in der Sitzung am 15. März möglich ist. Dann muss die Gemeinde den Förderbescheid abwarten, denn die Krippengruppe mit Betreuungszeit von 7 bis 14 Uhr macht einige Investitionen notwendig: Zum einen wird eine Küche eingebaut, für die 12 500 Euro vorgesehen sind, zum anderen müssen Kleinkinderstühle und -betten, Kinderwagen sowie Spielgeräte gekauft werden. Hier rechnet die Kommune mit Ausgaben von 10 000 Euro. Der Investitionszuschuss vom Bund beträgt bis zu 2000 Euro pro zusätzlichem Platz, und vom Land gibts für den Betrieb der Krippengruppe maximal 8700 Euro pro Kind und Jahr.

Eine Küche bekommt auch der Kindergarten in Bollingen. Da die Investition aber nicht mit der Schaffung von Krippenplätzen verbunden ist, muss die Gemeinde die gut 12 000 Euro selbst bezahlen.

Längere Betreuungszeiten bedeuten längere Arbeitszeiten für die Erzieherinnen. Der Kindergarten Malvenweg und der in Bollingen benötigen deshalb jeweils eine halbe Stelle mehr. Dieser Bedarf kann dem Hauptamtsleiter zufolge durch die Aufstockung von Teilzeitverträgen gedeckt werden. Für die Kleinkind-Betreuung in Scharenstetten muss eine zusätzliche Stelle geschaffen werden.

Zudem werden zum neuen Kindergartenjahr, das am 1. September beginnt, die Elternbeiträge etwas steigen. Die Erhöhungen um zwei bis höchstens fünf Euro im Monat gelten für alle Betreuungsangebote.