Betreuung Kinder schreiben ein Stadtbuch

St. Josefs-Kinder übergeben das Stadtbuch an Bürgermeister Christopher Eh (li) und Pfarrer Gerhard Bundschuh.
St. Josefs-Kinder übergeben das Stadtbuch an Bürgermeister Christopher Eh (li) und Pfarrer Gerhard Bundschuh. © Foto: Kindergarten
Dietenheim / Beate Reuter-Manz 09.08.2018

Dem kleinen Max ist der Lastenaufzug in der Widmann’schen Mühle in Erinnerung geblieben. „Da legt man einfach den Sack Mehl drauf. Und dann fährt der nach oben“, erzählt der Fünfjährige. Die kleine Lara wiederum war fasziniert vom örtlichen Polizeirevier. Genauer gesagt von der Gefängniszelle, denn: „Die hatte gar keine Eisenstangen!“ Lara und Max haben genau wie alle anderen 52 Kindergartenkinder von Sankt Josef viel gesehen und erlebt bei ihren Stadtspaziergängen und Besichtigungen. So spannend und aufschlussreich waren die Erkundigungen, dass die drei Gruppen zusammen mit ihren Erzieherinnen darüber ein ganzes Buch schreiben konnten. Ihr erstes „Dietenheimer Stadtbuch“ haben Vertreter der Mäuse, Frösche und Elefanten jetzt Bürgermeister Christopher Eh überreicht. Und der war erst einmal sprachlos über so viele kompakte Informationen aus Kindermund.

Ein anderer Blick

„Rundherum in unserer Stadt“ hieß das Jahresthema des Kindergartens Sankt Josef. Im Nachgang zum 125. Geburtstag der Einrichtung hatten es Kinder und Erzieherinnen ausgewählt. „Wir wurden beim Jubiläum von vielen Unternehmen und Einrichtungen unterstützt und wollten dafür bei Besuchen Danke sagen“, berichtet Kindergarten-Leiterin Uschi Miller. Solche Besuche führten die Buben und Mädchen zu einer Kirchenraum-Erkundung, in die Bäckerei Hesser, in „Helenes Lebensmittelladen“, zu Pfarrer Bundschuh, in die Gärtnerei Natter und Heilig, auf den Bauernhof Rembold und in die Imkerei Strohmayer. Auch dem Stadtcafé statteten die Knirpse einen Besuch ab. Bei den Stadtspaziergängen nahmen sich die Kinder die Königstraße genauer unter die Lupe und erkundeten die wichtigsten Spielplätze. „Selbst für mich war Einiges neu“, gesteht Erzieherin Marianne Frank. Die Erinnerungen der Kinder gossen die Erzieherinnen in Worte und klebten passende Fotos dazu. Die gemalten Bilder im dicken Stadtbuch stammen komplett aus Kinderhand.

Die Aufschlagseite zeigt einen Spiel-Straßenteppich, auf dem die Innenstadt nachgestaltet wurde. Auch das Dietenheim-Lied, das eine Erzieherin auf die Melodie von „Schwäbische Eisenbahn“ umdichtete, findet sich darin. Die Kinder können den Text längst auswendig. Nicht alle der Wunschadressen konnte der Kindergarten besuchen. Deshalb steht bereits fest: Nächstes Jahr gibt es weitere Besuche und eine zweite Auflage des Dietenheim-Stadtbuchs.

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