Bereits vor etwa vier Jahren ergab eine Sondierungsgrabung, dass sich unter dem sandhaltigen Ackerboden ein frühkeltischer Herrenhof befindet. Das Hauptgebäude müsse etwa elf auf acht Meter groß gewesen sein. Das Anwesen aus der Zeit um 650 vor Christus war nach Erkenntnissen der Archäologen von Holzpalisaden umgeben. Ein tiefer Graben habe das Anwesen zusätzlich geschützt. Nach Mitteilung des Landesamts sind solche Herrenhöfe aus der so genannten Hallstattzeit (etwa 800 bis 450 vor Christus) vor allem aus dem bayerischen Raum bekannt. Der Öllinger Hof sei eines der am weitesten westlich liegenden Anwesen aus jener Epoche.

Das Areal am Sandberg sei ein Grabungsschutzgebiet, sagte Göggelmann. Das Landesamt kläre zur Zeit die Eigentumsverhältnisse der zur Grabung anstehenden Grundstücke. Wann die Archäologen anrücken, stehe doch nicht fest. Das hänge vom Geld ab, das der Behörde zur Verfügung stehe.

Am Sandberg waren beim Abbau der etwa zehn Meter mächtigen Sandschicht immer wieder Besiedelungsreste zutage gefördert worden. Laut Landesamt handelt es sich um Funde aus der mittleren bis späten Jungsteinzeit (4. bis 3. Jahrtausend vor Christus), aus der Bronzezeit (2000 bis 800 vor Christus) und spätkeltischer Zeit. Einige Strukturen des Anwesens, das nun freigelegt werden soll, sind auch ohne Grabung zu erkennen: am unterschiedlich ausgeprägten Pflanzenwuchs auf dem sandigen Boden.