Der Tagesordnungspunkt „Rück- und Ausblick“ in der Gemeinderatssitzung am Montagabend hatte doch einige Zuhörer ins Rathaus nach Heroldstatt gelockt, erhofften die doch zu hören, wie es mit dem erkrankten Bürgermeister Ulrich Oberdorfer weitergehen soll. Genährt wurde diese Hoffnung dadurch, dass nach Ende der vorgeschalteten nichtöffentlichen Sitzung Landrat Heiner Scheffold und eine Abordnung des Landratsamtes den Ratssaal verließen. Das war es dann aber auch. Bürgermeister Stellvertreter Rudolf Weberruß bestätigte zwar eingangs der öffentlichen Sitzung, dass die Bürgermeister-Vakanz Thema gewesen war,  „sonst ist aber nichts spruchreif“.

In seinem Rückblick sprach Weberruß von einem besonderen Jahr für die Gemeinde, dass durch die dauerhafte Absenz von Ulrich Oberdorfer geprägt war. Seit dem 23. Januar ist der Schultes krankgeschrieben. Weberruß dankte Kämmerer Werner Zimmermann und dem zweiten Bürgermeister Stellvertreter Dietmar Frenzel, die ihm jeder Zeit zur  Seite gestanden waren, sodass das Schiff auf Kurs blieb. Heroldstatt habe aus dem Problem keinen Schaden genommen. Alle wesentlichen Entscheidungen seien getroffen  worden. „Wir haben nicht nur verwaltet, sondern auch gestaltet.

Dabei seien wichtige Maßnahmen  vorangebracht und vollendet worden, um die Gemeinde für die Zukunft zu stärken und die Lebensqualität seiner Bürger zu erhöhen. Als Stichworte nannte Weberruß die Sanierung des Sportbodens und der Beleuchtung in der Berghalle, die Auflösung der Werkrealschule, den Spatenstich für den Bahnhalt in Merkligen  und die Anlegung eines Grabfeldes für Urnenerdröhren. Zudem wurden die Bebauungspläne „Sportzentrum Herdoldstatt“ und „Obere dem Steigle“ verabschiedet, das Baugebiet „Hinter den Pfarrgärten II“ erweitert und das Baugebiet „Hinter den Pfarrgärten“ um einen Spielplatz ergänzt.  Für 2018 würden die Aufgaben nicht weniger, so Weberruß. Wichtige Themen seien der Feuerwehrbedarfsplan mit der Ersatzbeschaffung für das HLF 10, der Antrag auf Aufnahme der Gemeinde in das Landessanierungsprogramm und die Umsetzung der Sanierung der Schule mit Erweiterung des Betreuungsangebots.

Ein dickes Lob seitens des Gemeinderats  erhielt der Bürgermeister Stellvertreter von Dietmar Frenzel: „Außenstehende hätten kaum gemerkt, dass kein Bürgermeister da war“.