Bahn Kein Geld für Ausbau der Illertalstrecke

Region / Thomas Steibadler 29.10.2016

Herber Rückschlag für die Regio-S-Bahn: Der Freistaat Bayern hat kein Geld für die geplanten Verbesserungen an der Illertalbahn. Dazu gehören der zweigleisige Ausbau zwischen der Finninger Straße in Neu-Ulm und Senden sowie eine neue Haltestelle Senden-Nord. Das Konzept einer regionalen S-Bahn sieht ferner die Reaktivierung der Haltestellen in Pleß, Fellheim und Heimertingen (Landkreis Unterallgäu) vor. Die Oberste Baubehörde im bayerischen Innenministerium ließ Vertreter der Landkreise an der Illertalbahn kürzlich wissen, diese Vorhaben seien nicht finanzierbar.

„Das ist für uns nicht akzeptabel“, kommentiert der Neu-Ulmer Landrat Thorsten Freudenberger (CSU) die Haltung des Ministeriums und kündigt Widerstand an. Die schlechte Nachricht aus München treffe das gesamte regionale S-Bahn-Projekt. In der übernächsten Woche werde die Interessengemeinschaft Illertalbahn, deren Vorsitzender Freudenberg ist, das weitere Vorgehen beraten und zu den Sparplänen aus Münchzen „deutlich vernehmbar“ Stellung beziehen. Grundsätzlich habe er die Erfahrung gemacht, dass für Bahnprojekte ein langer Atem benötigt werde, sagte der Neu-Ulmer Landrat: „Und ich habe einen langen Atem.“ Der Interessengemeinschaft gehören zum Beispiel die Kreise Neu-Ulm und Unterallgäu an sowie die Städte Neu-Ulm, Senden, Illertissen und Memmingen. Auch zahlreiche Gemeinden an der Strecke von Ulm über Memmingen und Kempten nach Oberstdorf haben sich angeschlossen.

Das Konzept sieht auf der Illertalbahn einen Stundentakt zwischen Ulm und Illertissen vor und, versetzt dazu, einen Stundentakt zwischen Ulm und Memmingen. Zudem sind stündliche Expresszüge mit Stopps in Neu-Ulm, Illertissen und Memmingen geplant. Der „Weißenhorner“ zwischen Ulm und Weißenhorn soll zu den Hauptverkehrszeiten im Halbstundentakt fahren. Das ist nur möglich, wenn die Strecke zwischen Neu-Ulm und Senden zweigleisig ausgebaut wird.

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