Gewalt Kegelgruppe randaliert auf Hochzeit

 Polizei, Blaulicht. Polizist, Kontrolle, Polizeifahrzeug,
Polizei, Blaulicht. Polizist, Kontrolle, Polizeifahrzeug, © Foto: Eky Eibner
Merklingen / Petra Laible 30.07.2018

Eine Gruppe Kegelbrüder hat den Traum von der Märchenhochzeit schwer gestört.  Am Samstag wurde auf der Schwäbischen Alb im Merklinger Hotel „Ochsen“ eine Hochzeit gefeiert, wie üblich als geschlossene Gesellschaft. Zeitgleich habe sich auf der dortigen Kegelbahn am Abend eine Touristengruppe aus dem Ruhrgebiet „amüsiert“, berichtet das Polizeipräsidium Ulm.

Offenbar war Kegeln allein den sieben Männern nicht genug. Sie wurden auf die Hochzeitsgesellschaft aufmerksam und wollten auch ohne Einladung mitfeiern – zum blanken Entsetzen der  Feiernden. Weshalb es in der Folge zu einer heftigen Auseinandersetzung kam.

Tische geschmissen

Die zurückgewiesenen Kegler hätten nach den Hochzeitsgästen Tische geschmissen ebenso wie Stangen, die sie aus der  Garderobe gerissen hatten, erklärte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Der Bräutigam und ein Trauzeuge wurden bei dem Streit leicht verletzt, der Rettungsdienst konnte sie vor Ort versorgen.

Etliches Mobiliar im Hotel ging zu Bruch. Einer der Hochzeitsgäste alarmierte gegen 23.40 Uhr schließlich die Polizei. Gleich mehrere Streifenwagen wurden eingesetzt. Die Beamten nahmen die sieben als „Hochzeits-Crasher“ Beschuldigten mit und brachten sie mit richterlicher Anordnung in Gewahrsam. Alle hätten mehr oder weniger unter alkoholischer Beeinflussung gestanden, sagte der Polizeisprecher. Am Sonntag um fünf Uhr morgens konnten die Kegelbrüder  dann wieder gehen.

Der von den Streithälsen im Hotel „Ochsen“ angerichtete Sachschaden beläuft sich nach Angaben der Polizei auf mehrere tausend Euro. Gegen die Männer wurden Strafverfahren eingeleitet. Wie es für Braut, Bräutigam und ihre Gesellschaft weiterging, ist nicht bekannt. Dass die Feier doch als Traumhochzeit endete  –  schwer vorstellbar.

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