Konzert Kammermusik

Nahe am Publikum: Das Ensemble „Oper to go“ im Bürgersaal des Alten Rathauses in Laichingen.
Nahe am Publikum: Das Ensemble „Oper to go“ im Bürgersaal des Alten Rathauses in Laichingen. © Foto: Sabine Graser-Kühnle
Laichingen / Sabine Graser-Kühnle 06.11.2018

„Oper to go“, das ist eine rund dreieinhalbstündige Oper komprimiert auf 70 Minuten, mit minimalistischer Requisite und Kostümen, aber der Essenz der schönsten Lieder. Mit diesem Konzept touren Pianistin Elisabeth Thöni, Sopranistin Nina Laubenthal und Mezzosopranistin Kathrin Walder derzeit durch Deutschland und gastierten am Sonntag in Laichingen in der Reihe Stunde der Kammermusik mit „Hofmanns Gefährtinnen“, frei nach Jacques Offenbachs Oper „Hoffmanns Erzählungen“.

Elisabeth Thöni, Gründerin des Ensembles „Oper to go“, und die Sängerinnen sangen und spielten sich zu stehenden Ovationen im rappelvollen Bürgersaal. Die komplizierte Handlung, die in mehreren Fassungen im Laufe der Jahre immer wieder neu interpretiert wurde, erfuhr unter der Ägide dieser drei Operndamen eine klare Linie: der Dichter und Musiker Hoffmann lässt sich zu leicht von der Liebe ablenken. Das ist zumindest die Meinung der Muse, die ein strenges Auge auf diesen talentierten jungen Mann hat. Sie ist bemüht, alle Liebschaften von Hoffmann fernzuhalten, oder sie für ihre Intrigen auszunutzen. Hoffmann, verkörpert von Elisabeth Thöni, macht dabei sämtliche Stadien der Liebe durch: Eifersucht, Enttäuschung, Schmerz, Resignation.

Die Muse singt und spielt Kathrin Walder mit einem warmen, kraftvollen Mezzosopran. Nina Laubenthal fasziniert mit wandelfähiger Stimme im klaren Sopran. Nicht nur die Stimmen passen die Sängerinnen an die Lieder an, sondern sie schlüpfen in die verschiedensten Rollen. Insbesondere die Sopranistin Nina Laubenthal schafft mehr als glaubhaft die Herausforderung, in die Rolle der von Hoffmann geliebten Sängerin Stella zu schlüpfen, sowie in deren Metamorphosen, Olympia, Antonia und die Kurtisane Giulietta.

Aber vor allem gefallen die Sängerinnen in ihren Arien und Duetten. Selbst in kleinsten Koloraturen singen sie wie aus einem Guss, die Stimmen harmonieren, verschmelzen zu einem wunderbaren Hörgenuss. Wie eine Symbiose dazu das brillante Klavierspiel von Elisabeth Thöni.

Die wichtigsten, aber vor allem beliebtesten Arien dieser Oper brachten die drei Frauen zur Gehör. Nicht fehlen durfte die Ballade vom Zwerg „Klein Zack“ und freilich die mittlerweile vom Kino überaus beliebte und berühmte „Barcarole belle nuit“. Die drei brachten die wunderbare Musik Offenbachs, Dramatik und große Gefühle in den Bürgersaal und wo üblicherweise ein breiter Orchestergraben Bühnenakteure und Publikum trennt, waren es am Sonntag in den vordersten  Reihen nur zwei Armlängen. Intensiver und näher am Publikum kann Oper nicht erlebt werden. Großartig.

Verein zählt 25 aktive Züchter

Zuchtanlage Der Kleintierzuchtverein Laichingen zählt 50 Mitglieder, darunter 25 Aktive. Manche halten ihre Tiere direkt am Haus oder im Garten, andere nutzen die vereinseigene Zuchtanlage bei der Laichinger Tiefenhöhle. Die liege so weit von Wohnhäusern entfernt, dass sich niemand am Gegacker eines Huhns oder Krähen eines Hahns störe, sagt Vorsitzender Björn Wiszthaler.

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