Ingstetten Junge Familien sollen bleiben

Der Bebauungsplan für das Gebiet "Angeleweg" in Ingstetten. Mit dem Plan werden der Ortskern und das Neubaugebiet verbunden. Foto: Anita Winter
Der Bebauungsplan für das Gebiet "Angeleweg" in Ingstetten. Mit dem Plan werden der Ortskern und das Neubaugebiet verbunden. Foto: Anita Winter
Ingstetten / BERNHARD RAIDT 03.03.2012
Den Ortskern von Ingstetten mit dem Neubaugebiet zu verbinden - das ist das Ziel des Bebauungsplans "Angeleweg", der bald öffentlich ausliegt. Das Landratsamt spricht den Flächenverbrauch an.

Wiesenflächen liegen derzeit zwischen dem Ortskern von Ingstetten und dem Neubaugebiet "Obere Halde". Jetzt soll ein Bebauungsplan die Grundlage dafür schaffen, dass auf dieser Fläche gebaut werden kann. 2,6 Hektar umfasst die Fläche dieses Bebauungsplans, der den Namen "Angeleweg" trägt.

In dieser Woche fassten die Stadträte in Schelklingen den Auslegungsbeschluss, der Plan kann also öffentlich eingesehen werden. Dabei besprachen die Räte auch einige Stellungnahmen, die zum Plan eingegangen waren. Das Landratsamt mahnte etwa das Thema Flächenverbrauch an und forderte eine "ernsthafte Prüfung von Alternativen". Stadtplaner Clemens Künster antwortete im Auftrag der Stadt: Die geplante Bebauung solle in Ingstetten ja abschnittsweise über einen längeren Zeitraum geschehen. Als erster Abschnitt sei der Bereich des Angelewegs vorgesehen - dort sei die Erschließung bereits vorhanden. Die Bebauung sei wichtig, um die Abwanderung junger Familien zu verhindern. Das Vorhaben sei also eine "sinnvolle Nachverdichtung". Das Gebiet liegt innerhalb eines Wasserschutzgebiets - Bauherren dürfen deshalb keine Erdwärme nutzen. Im Bebauungsplan ist nun ein entsprechender Vermerk zu finden. Es sei aber nur ein Hinweis auf die geltende Rechtslage. Wenn sich diese Rechtslage ändere, lasse der Plan andere Möglichkeiten zu, antwortete Stadtplaner Künster auf eine Frage von Dr. Rolf Finkele (Pro Schelklingen). Außerdem sprachen die Räte über die Beseitigung des Niederschlagswassers.

Die Stadträte stimmten bei einer Enthaltung und der Gegenstimme von Bruno Baumeister (Pro Schelklingen) der Auslegung des Plans zu. Bereits vor einem Monat hatten sie einen Bauantrag für ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage für das Gebiet gebilligt. Bürgermeister Michael Knapp sprach sich allerdings damals dagegen aus - er wollte erst den Bebauungsplan fertig haben.