Ermittlung Nersingen: Jugendliche hantieren mit Waffen

Jugendliche haben in Nersingen mit Waffen hantiert. (Symbolbild)
Jugendliche haben in Nersingen mit Waffen hantiert. (Symbolbild) © Foto: SWP Archiv
Nersingen / mut 14.08.2018
Die Polizei stellt in Nersingen Softairpistolen, eine Gastdruckpistole sowie 1500 Stahlkugeln sicher.

Drei Jugendliche aus dem Landkreis Neu-Ulm sind am Montagnachmittag in Nersingen ins Visier der Polizei geraten. Sie sollen nach Angaben von Zeugen auf dem Rathausplatz mit Softairwaffen hantiert und damit auch geschossen haben.

Softairpistole mit 1000 Schuss Munition

Wie das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West berichtet, traf die Besatzung eines Streifenwagens die 15, 16 und 17 Jahre alten Jugendlichen in der Ortsmitte an. Die Beamten stellten bei dem 16- und 17-Jährigen jeweils eine Softairpistole sowie 1000 Schuss Munition sicher. Die beiden Jugendlichen erhielten Ordnungswidrigkeits-Anzeigen. Der 15-Jährige führte eine Gasdruckpistole mit sich. Und etwa 1500 Stahlkugeln, die als Munition dafür verwendet werden. Auch hier stellte die Polizei Waffe und Munition sicher.

Jugendamt informiert

Der Fall des 15-Jährigen wiegt schwerer als der seiner Freunde, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums. „Für das Führen dieser Gasdruckpistole im öffentlichen Raum hätte er einen Waffenschein benötigt.“ Deshalb müsse der Junge mit einer Strafanzeige rechnen. Die Eltern der drei Jugendlichen wurden über die Vorfälle ebenso informiert wie das Jugendamt.

Woher die Waffen stammen, wie die Jugendlichen in ihren Besitz gekommen sind, ist unklar. „Das wird im Zuge der weiteren polizeilichen Ermittlungen geklärt werden müsen“. Die Beschuldigten seien alles andere als jugendliche Intensivtäter. Sie seien noch nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten, sagte der Sprecher des Präsidiums auf Nachfrage unserer Zeitung.

Er stellte überdies klar, dass die Jugendlichen in Nersingen auf keine anderen Personen gezielt, sondern in die Luft geschossen hätten. „Das Tragen von Soaftair- und Gasdruckpistolen in der Öffentlichkeit ist allerdings tabu, betont der Polizeisprecher: „Weil sie den Anschein scharfer Waffen erwecken.“

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