Betreuung Jugendfahrt Berlin

Heiße Stimmung in einem angesagten Berliner Club.
Heiße Stimmung in einem angesagten Berliner Club. © Foto: privat
Illerrieden / Beate Reuter-Manz 28.06.2018

 „Das war richtig, richtig cool“: Der 13-Jährige Janis Almer meint damit nicht nur den Besuch im derzeit wohl angesagtesten Club in Berlin, dem Matrix, wo er und seine Kumpels staunten und abtanzten. Der Gymnasiast aus Illerrieden ist im Allgemeinen begeistert von der Städtereise in die Bundeshauptstadt. Der Aufenthalt wurde organisiert von der Illerrieder Grundschul-Rektorin Christine Geisinger und unter anderem begleitet von Bürgermeister Jens Kaiser höchstpersönlich. „Das gibt es auch nicht überall“, meint er.

„Das gehört als Bonbon für ältere Kinder einfach zu unserem gemeindlichen Ferienprogramm“, sagt die Schulrektorin, die vor sechs Jahren die erste Jugendausfahrt organisierte. Im Wechsel ging es seither nach Hamburg, London, Köln und Berlin. Ganz genau nimmt es die Pädagogin mit der Vorbereitung. Sie will „ihre Jugendlichen“ fit machen für die Großstadt. „Manche sind noch nie U-Bahn gefahren“, erzählt sie. Für die aktuelle Berlinfahrt legte sie besonderen Wert auf die deutsche Geschichte. Diese besondere Unterrichtsstunde an einem Wochenende hat bei den 18 Jugendlichen offenbar Eindruck hinterlassen. „Mehrere Führer haben das Interesse und die Vorkenntnis unserer Gruppe gelobt“, berichtet der Schultes. Die Illerrieder, die in einem Hostel in Neukölln nächtigten, arbeiteten ein stringentes Besichtigungs-Programm mit allen wichtigen Sehenswürdigkeiten ab. Besonders in Erinnerung blieben das DDR-Museum, Zeitzeugengespräche, der Tränenpalast oder Checkpoint Charlie. Und die Führung in der ehemaligen Stasi-Haftanstalt, der heutigen Gedenkstätte Hohenschönhausen. Hendrik Voigtländer schilderte eindrücklich, was er als ehemaliger Häftling dort erleben musste: unmenschliche Haftbedingungen und folter-ähnliche Verhörmethoden.

„Klasse war aber auch der Fernsehturm“, erzählt Melina Hartmann. In 40 Sekunden ging es auf 203 Meter. Gut gefallen hat der 12-Jährigen zudem, dass es genug Zeit für eigenständige Unternehmungen gab und alle vier Betreuer „so cool“ waren.

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