Bürgermeisterwahl Jugend in Rammingen an Politik beteiligen

s 13.09.2018

Bei der offiziellen Kandidatenvorstellung für das Ramminger Bürgermeisteramt hat Christian Weber als alleiniger Bewerber seine Ziele für die Zukunft der Gemeinde Rammingen entworfen. Der amtierende hauptamtliche Bürgermeister Karl-Friedrich Häcker hatte erklärt,  nach 16-jährigem Wirken dafür nicht mehr zu kandidieren. Die Wahlberechtigten der rund 1300 Einwohner zählenden Gemeinde sind dazu aufgerufen,  am Sonntag, 23. September, einen Nachfolger zu wählen. Der Bewerber um das Amt ist der in Langenau wohnhafte, 1989 geborene Maschinenbau-Ingenieur und derzeitige Bundeswehr-Offizier Christian Weber (wir berichteten).

Fast 200 Bürger kamen am Dienstagabend zur offiziellen Kandidaten-Vorstellung in die örtliche Heusteighalle, in der unter Leitung von Karl-Friedrich Häcker Christian Weber darstellte, warum er Ramminger Gemeindeoberhaupt werden will. Und was ihn hierfür motiviere und befähige, und welche konkreten Ziele er verfolge, um Rammingen weiterhin zukunftsfähig zu halten und nachhaltig weiterzuentwickeln. Als Hauptaufgaben betrachtete Weber die Reorganisation der Abwasserbeseitigung, die Sanierung oder den Neubau der Heusteighalle und die Bereitstellung von Bauland für Wohnungen. Es gelte, innerörtliches Potenzial dafür zu nutzen. Weber kündigte an, im Falle seiner Wahl ein Gemeinde-Entwicklungskonzept aufzustellen – mit der Bürgerschaft und dem Gemeinderat.

„Rammingen hat Zukunft und braucht dazu langfristige Orientierung“, sagte Weber, versprach, sich für die Gemeinde und ihre Bürger in allen Belangen tatkräftig einzusetzen, Rammingen als Wirtschaftsraum mit Arbeitsplätzen zu stärken und der Landwirtschaft wie der natürlichen Umgebung Augenmerk zu geben. „Dafür will ich als Bürgermeister dienen“, schloss der Allein-Kandidat.

Weber stellte sich anschließend den Fragen des Publikums. Es gab rund ein Dutzend Wortmeldungen. Den Wohnort für sich, seine Ehefrau Claudia und seine dreijährige Tochter wolle er in Langenau behalten, führte er aus. „Ich bin aber jederzeit erreichbar.“ Vorstellen konnte sich Weber, der keiner Partei angehöre, für den Kreistag zu kandidieren. Dazu gebe es bereits Kontakte, ließ er wissen.

Langfristig den Bestand der Kindertagesstätte und der Grundschule auf hohem Niveau vor Ort zu erhalten und auszubauen. Auch dies sei ihm ein Anliegen – wie die Mitsprache der Jugend bei gemeindlichen Entscheidungen. „Ich will politisches Interesse für die Kommune bei ihr wecken“, sagte Weber und trat für offene Jugendarbeit ein, die neben der der Vereine wichtiger Bestandteil des Gemeindelebens bedeute.

In Sachen Integration sah Weber Rammingen auf gutem Wege, und einig war er mit Fragenstellern, die Verbesserungen im Personennahverkehr und der Schülerbeförderung anmahnten. „Ich werde mich für einen runden Tisch mit den Verkehrsträgern einsetzten“, gab er bekannt. Dies gelte auch für eine verbesserte Radwegverbindung von Rammingen nach Langenau. Dafür gelte es, mit Grundstückseignern zu sprechen.

Den Einwand, Rammingen dehne sich zu sehr flächenmäßig auf Kosten landwirtschaftlich genutzter Bereich baulich aus und lasse dabei innerörtliche Potenziale außen vor, erachtete Weber als schwierig lösbar aufgrund derzeitiger Gesetzeslage, sah aber Anzeichen für Änderungen, welche die Zeit mit sich bringen werde. „Ich möchte da am Ball bleiben“, sagte er. Ebenso bei dem Thema Durchgangsverkehr in der Dorfäckerstraße. Diesen gelte es, durch eine weitere Anbindung an die Landesstraße zu minimieren. Außerdem sagte Weber zu, den Interessenausgleich im Donauried zwischen Wasserwirtschaft, Landwirtschaft und Naturschutz voranzubringen.

Häcker ruft Bürger auf, zur Wahl zu gehen

Beteiligung „Wir haben einen guten Bürgermeister-Kandidaten“, stellte der Amtsinhaber Karl-Friedrich Häcker fest, auch wenn es schade sei, der Wählerschaft keine Alternative bieten zu können. Häcker warb für das Vertrauen für Weber und appellierte an eine hohe Wahlbeteiligung am Sonntag, 23. September. Die Wahllokale haben von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

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