Landtag Jürgen Filius diskutiert mit Langenauern

Nur wenige Interessierte kamen zum Gespräch mit Jürgen Filius (Mitte).
Nur wenige Interessierte kamen zum Gespräch mit Jürgen Filius (Mitte). © Foto: Barbara Hinzpeter
Langenau / Barbara Hinzpeter 02.10.2018
Wohnungsbau, Internet, Nahversorgung: Darum ging es in Langenau bei einem Treffen mit dem Landtagsabgeordneten Jürgen Filius.

Das Problem ist bekannt: In vielen ländlichen Gemeinden blockieren leerstehende Hofstellen die innerörtliche Entwicklung. Sie genießen Bestandsschutz, und es gelten Immissionsschutzradien, obwohl keine Tiere mehr im Stall stehen. Allerdings sei inzwischen eine Lösung in Sicht, sagte Landtagsabgeordneter Jürgen Filius (Grüne) jetzt in Langenau. Auch dort behinderten die geltenden Vorschriften den Wohnungsbau, bestätigte Gemeinderat Roland Riedlinger.

Stärkung des ländlichen Raums

Nur wenige Interessierte waren ins Langenauer Naturfreundehaus gekommen, wo Filius die Halbzeitbilanz der Landesregierung vorstellte. Die Zusammenarbeit in der grün-schwarzen Regierung beurteilte er positiv. Überhaupt sei die Koalition „breit aufgestellt“ und repräsentiere die ganze Gesellschaft. An deren Zusammenhalt säge zwar die AfD, sagte Filius. „Aber da stehen die vier anderen Parteien klar und deutlich dagegen.“

Der ländliche Raum solle gestärkt werden – unter anderem durch den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, sagte Filius. In diesem Zusammenhang nannte er den teilweise zweigleisigen Ausbau und die Elektrifizierung der Brenzbahn. Bereits im vergangenen Jahr habe die Landesregierung die Kooperation mit dem Regio-S-Bahn-Verein besiegelt.

Dorfläden unterstützen

Attraktiv würden ländliche Gemeinden auch durch schnelles Internet und Nahversorgung, die es zu unterstützen gelte, etwa in Form von Dorfläden. Landwirt und Gemeinderat Georg Weith sprach das Problem der hohen Nitratbelastung des Grundwassers an. Er machte den Vorschlag, „Gülle-Börsen“ einzurichten, um den Flüssigmist auf mehr Böden zu verteilen.

Kritisiert wurde, dass sich „Normalbürger“ kein Wohneigentum mehr leisten könnten und auch die Mieten explodierten. Das Land unterstütze den sozialen Wohnungsbau, betonte Filius. Er hob die Konsolidierung des Landeshaushalts hervor. Bereits im aktuellen Doppelhaushalt 2018/19 sei es gelungen, keine neuen Schulden zu machen, einen Teil der alten zu tilgen und den Sanierungsstau anzugehen.

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