Das Fest zu seinem 600-jährigen Bestehen war am Sonntag für viele Anlass für einen Besuch des Kirchles. Zum runden Geburtstag erstrahlte das Wahrzeichen des Ortes in neuem Glanz – zumindest teilweise. Den Besuchern fiel die restaurierte Südfassade mit der schmucken Sonnenuhr ins Auge, während sie auf der Rückseite noch auf das Baugerüst blickten.

Wie berichtet, ist die ehemalige Dorfkirche Versammlungsort des Evangelischen Gemeinschaftsverbands „Die Apis“. Der Verband sanierte zusammen mit Fachleuten in rund 3500 Stunden Eigenleistung das denkmalgeschützte Gebäude.

Besucher lobten die gelungene Verbindung von Alt und Neu im Innern des 600 Jahre alten Gebäudes. Architekt Markus Gebhardt hob den großen Einsatz der vielen jungen Helfer hervor. „Es ist schon allerhand, was da bewerkstelligt wurde“, lobte auch Bürgermeister Jörg Seibold. Reiner Baur, der Vertreter der Vereine, ordnete das Jubiläum in die Zeitgeschichte ein: „Amerika war noch nicht entdeckt, als die Kirche eingeweiht wurde“.

Die Bestimmung sei damals wie heute die selbe, sagte Dekan Klaus Schwarz. Menschen beschäftigten sich im „Kirchle“ mit der Bibel.