Stadtoberhaupt Jörg Seibold klar als Bürgermeister wiedergewählt

Wahlleiter Erich Straub verkündete das Ergebnis der Bürgermeisterwahl: Jörg Seibold und seine Frau (stehend rechts vorne) freuen sich mit vielen anderen über die hohe Zustimmung.
Wahlleiter Erich Straub verkündete das Ergebnis der Bürgermeisterwahl: Jörg Seibold und seine Frau (stehend rechts vorne) freuen sich mit vielen anderen über die hohe Zustimmung. © Foto: Lars Schwerdtfeger
Blaubeuren / Thomas Spanhel 16.04.2018

Mit einer deutlichen Mehrheit von 92,3 Prozent der Stimmen ist Jörg Seibold gestern für seine dritte Amtszeit als Bürgermeister von Blaubeuren gewählt worden. Seine Mitbewerber Fridi Miller kam auf 2,8 Prozent der Stimmen, Karl Scherm auf 1,1 Prozent. 3,9 Prozent der Stimmen gingen an andere Personen. Die Wahlbeteiligung lag bei 33,9 Prozent und damit etwas über der vor acht Jahren. Damals war Seibold ohne Mitbewerber bei einer Wahlbeteiligung von 32,1 Prozent auf einen Stimmanteil von 98,4 Prozent gekommen

Stadtrat Erich Straub verkündete gestern Abend um 18.45 Uhr im Foyer des Rathauses in seiner Funktion als Vorsitzender des Wahlausschusses das vorläufige amtliche Endergebnis vor rund 100 Interessierten und Bürgermeistern benachbarter Kommunen. Gleichzeitig gratulierte er Seibold zu dem „fulminanten Wahlerfolg“. Es habe Straub in den vergangenen Jahre viel Freude gemacht zu sehen, mit welcher Lust Seibold seinem Beruf nachgehe: „Ich wünsche mir, dass Sie so weiterarbeiten können, wie wir das von Ihnen gewohnt sind.“

An einem Strang ziehen

„Ich bin zufrieden, glücklich, dankbar“, kommentierte Seibold sein Wahlergebnis. So abgebrüht sei er nicht, dass ihm das und das darin zum Ausdruck gebrachte Vertrauen nicht nahe gehe. „Es macht einen Unterschied, vor der Wahl an ein gutes Ergebnis zu glauben und zu hoffen, und dann bei der Wahl das Ergebnis schwarz auf weiß zu haben.“ Er kündigte an, auch in Zukunft möglichst viele Blaubeurer bei Entscheidungen und bei der Entwicklung der Stadt mit einzubeziehen: „Ein Bürgermeister allein schafft nichts: Wir müssen alle an einem Strang ziehen. Kommunalpolitik ist ein Gemeinschaftsspiel.“

Seibold ist davon überzeugt, dass die „richtigen Konzepte auf dem Tisch liegen“, um die Stadt weiter zu entwickeln. Das gute Wahlergebnis gebe Schwung, die Dinge anzupacken. „Heute freuen wir uns über das Wahlergebnis, morgen krempeln wir wieder die Ärmel hoch und setzen uns miteinander für die Stadt ein.“ Er verwies auf die konstruktive Arbeit im Gemeinderat, wo es bei allen Kontroversen gelungen sei, auch schwierige Themen abzuarbeiten. Seibold lobte das Engagement der Vereine und das der Stadtverwaltung: „Wir haben eine gute und hochmotivierte Mannschaft.“

Die höchsten Zustimmungswerte bezogen auf die einzelnen Wahllokale erhielt Seibold in den Teilorten Beiningen und Erstetten mit mehr als 97 Prozent. Den niedrigsten Zustimmungswert in Asch mit 85 Prozent.

Zusammen mit den rund 100 Gästen und seiner Familie feierte Seibold im Anschluss noch im altehrwürdigen Foyer. Der Musikverein Hochsträß unter Leitung von Dietmar Ruf sorgte für den musikalischen Rahmen.

Die Zahlen zur Bürgermeisterwahl

Wahlberechtigte: 9594
Wähler: 3250
Wahlbeteiligung: 33,9 Prozent
Jörg Seibold: 2923 Stimmen
(92,3 %)
Fridi Miller: 88 Stimmen (2,8 %)
Karl Scherm: 34 Stimmen (1,1 %)
Sonstige: 122 Stimmen (3,9 %)