Hilfsdienst Jahresübung der Feuerwehr

Eine verschüttete Person rettete die Feuerwehr bei ihrer Hauptübung. 
Eine verschüttete Person rettete die Feuerwehr bei ihrer Hauptübung.  © Foto: Feuerwehr
Sießen im Wald / Clemens Schenk 08.11.2018

Verschiedene Einsatzszenarien wurden bei der Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Sießen im Wald erprobt. Im Vorfeld war nur der Tag bekannt. „Wir wollen ja den Ernstfall proben und müssen für alles gewappnet sein“, sagte dazu Kommandant Torsten Guter. Die Bevölkerung wunderte sich über laute Sirenensignale und Martinshorn. Zunächst wurde ein Kaminbrand in einem Wohnhaus in der Dorfstraße in Hörenhausen simuliert. Dort wurde der Brandschutz sichergestellt. Die neue Wärmebildkamera zur Kontrolle der Wärmeverteilung konnte optimal eingesetzt werden. „Einen Kaminbrand darf man nicht löschen, sondern man muss warten, bis das Feuer im Kamin selbständig erloschen ist“, erläutert Guter.

Körperlicher Einsatz

„Verschüttete Person bei Bauarbeiten“ war das Thema des nächsten Einsatzes. Die Kameraden fanden eine Person vor, „die bis zum Hals mit Boden bedeckt war“. Aufgabe war, die ansprechbare Person fachgerecht zu betreuen und unverletzt retten. Hier war auch körperlicher Einsatz gefordert. Die Kameraden mussten etwa 1,5 Meter tief graben.

Der dritte Einsatz gehörte in den Bereich Tierrettung. Eine Katze befand sich in etwa vier Metern Höhe auf einem Baum. Das Stofftier wurde mit einer Leiter und etwas Geschick gerettet. Der letzte Einsatz war der umfangreichste, denn die Feuerwehr wurde wegen eines Brands im Kirchturm zur Wallfahrtskirche beordert, wo sich eine Person noch im Turm aufhielt. Nach den Löscharbeiten gelangte ein Atemschutztrupp zur vermissten Person. Wegen des schmalen Treppenhauses war die Rettung eine Herausforderung. Die Pausen zwischen den Einsätzen nutzten die Feuerwehrmänner zur Fahrzeug-Pflege und zur Nachbesprechung. Guter lobte die sichere Vorgehensweise seiner Kameraden. Ortsvorsteher Wolfgang Thanner und Ehrenkommandant Franz Marquart bestätigten dies.

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