Kirche Orgel wurde generalüberholt

Pfarrer Johannes Haas hat gestern die Dellmensinger Orgel geweiht; anschließend wurde beim Stehempfang gefeiert.
Pfarrer Johannes Haas hat gestern die Dellmensinger Orgel geweiht; anschließend wurde beim Stehempfang gefeiert. © Foto: Franz Glogger
Dellmensingen / Franz Glogger 18.12.2017
Instrument der Kirchengemeinde Dellmensingen ist für 156.000 Euro generalüberholt worden.

Lasst uns Freude haben“, sagte Pfarrer Joachim Haas. „Wunderbar“ befand der zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderats Rudolf Scherer. Erbachs Bürgermeister Achim Gaus bestätigte: „ein Grund zur Freude“. Die Orgel in der Dellmensinger Pfarrkirche St. Kosmas und Damian erschallt wieder mit vollen Tönen. Am Sonntag ist das Instrument nach einer umfangreichen Sanierung mit einem Festgottesdienst eingeweiht worden.

Begonnen hatte alles, als Organist Volker Konstantin Unseld im Jahr 2015 während einer Messe einen „unangenehmen Geruch“ wahrnahm, berichtete Scherer  beim anschließenden Stehempfang. Ursache für den Gestank waren korrodierte und verschmorte elektrische Schalter. Bei weiteren Untersuchungen des Instruments wurde in allen Bauteilen Schimmel entdeckt. Eine von Fachleuten angeratene Untersuchung, ob der Schimmel gut- oder bösartig ist, sagte der Kirchengemeinderat ab, berichtete Scherer. „Ob gut oder böse, Schimmel wollen wir in unserer Orgel nicht haben. Wenn wir etwas machen, dann richtig“, entschied das Gremium und leitete die Sanierung ein. Die Königin der Instrumente wurde komplett zerlegt und vom beauftragten Orgelbauer Josef Maier aus Hergensweiler in großen Teilen neu aufgebaut.

Zum Beispiel wurden bis dahin liegend eingebaute große Pfeifen stehend nach hinten vor die Wand gerückt, was ihrer Resonanz zu Gute kommt. Um ein harmonischeres Klangbild zu erhalten, wurde desweiteren auf exakt 329 eher hochtönende der insgesamt mehr als 1600 Orgelpfeifen verzichtet.

Rund 156.000 Euro wird die Sanierung kosten, ein Drittel davon muss die Kirchengemeinde aufbringen. Auch das sei bislang „wunderbar“ gelungen, bedankte sich Scherer für die Spendenbereitschaft der Dellmensinger. Derzeit befinden sich bereits 44 000 Euro im Topf. Scherer ist zuversichtlich, den fehlenden Betrag bald zusammenzubekommen. Sein Augenmerk lag auf der geleisteten Arbeit. Und die sei „handwerklich toll“ gelungen, lobte er die Leistung von Orgelbauer Maier.

Dass die Orgel auch das angestrebte Klangbild liefert, das zeigte Organist Unseld im Anschluss an die Weihe mit einer Improvisation, bei der er in die Vollen griff. Der Klang stimmte aber auch bei der anschließend intonierten „Vater unser Messe“ von Lorenz Maierhofer, sagte der langjährige Vorsitzende des Gesangvereins und Kirchenchors „Loreley“, Konrad Langenstein: „Die Orgel hat früher geklungen, als wäre sie heiser. Jetzt hat sie den harmonischen Klang, den wir uns wünschen.“

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