Erfahrungen Interesse an Angebot ist vorhanden

Region / mäh, mut 20.06.2018
In Rammingen gibt es bereits ein Car-Sharing-Angebot, in Weißenhorn besteht daran großes Interesse.

Seit 25. Mai steht das Auto auf dem Parkplatz vor dem Ramminger Rathaus. Jeder, der sich für das „Ford Sharing“ des Mutlanger Autohauses Baur registriert hat, kann den Wagen nun nutzen. Es ist ein Benziner – aber eigentlich hatte sich der Gemeinderat Rammingen für das Carsharing-Modell mit einem Elektroauto entschieden, die nötige Stromtankstelle steht auch schon bereit. „Es gibt gibt offensichtlich Lieferschwierigkeiten bei den Batterien für den Nissan“, sagt Renate Miller-Eisenlauer von der Gemeindeverwaltung. Bis das E-Auto geliefert werden kann, habe die Mutlanger Firma den Benziner bereitgestellt.

Rund 30 Bürger haben sich bereits für die Nutzung des Wagens registrierten lassen. Dazu mussten sie im Rathaus ihre Daten angeben und einen Vertrag unterschreiben – und erhielten im Gegenzug ihre Kundenkarte zugeschickt. Mit Hilfe einer App oder im Internet können die Ramminger das Auto für einen bestimmten Zeitraum buchen, sie müssen es nach der Nutzung wieder am Rathaus abstellen. 2,30 Euro kostet der Benziner pro Stunde, ab 30 Kilometer kommen pro Kilometer 19 Cent dazu. Das E-Auto, wenn es nach Rammingen kommt, wird 3,25 Euro in der Stunde kosten und 10 Cent pro Kilometer (ab 30 Kilometern). Die Gemeinde Rammingen hat sich übrigens auch eine Kundenkarte für den Wagen geholt. „Das ist geschickt“, findet Renate Miller-Eisenlauer.

101 Befragte zeigen Interesse

In Weißenhorn im Kreis Neu-Ulm könnte es ebenfalls bald ein Carsharing-Modell geben. Die Stadt jedenfalls prüft dort eine Kooperation mit dem Betreiber Conficars, dessen Angebot es seit 2006 bereits in Ulm und Neu-Ulm gibt. Eine Umfrage der Verwaltung ergab, wie die Weißenhorner zu Carsharing stehen: Von 152 Teilnehmern waren 101 an dem Angebot interessiert. Die meisten waren zwischen 36 und 65 Jahre alt. 13 Prozent der Teilnehmer haben kein eigenes Auto. Als Standorte für die Mietfahrzeuge kämen nach Angaben der Befragten der umgebaute und modernisierte Bahnhof und der Hauptplatz in der Stadtmitte in Frage.

Benjamin Buck, Klimaschutzmanager der Verwaltung, sprach von einem spannenden Thema und versprach, die Stadt werde „am Ball bleiben“. Demnächst soll sich der Stadtrat mit dem Thema befassen.

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