Erziehung Inklusion: „Ein ideales Konzept“

Alb-Donau-Kreis / mäh 19.06.2018

„In der Summe ist es ein ideales Konzept“, sagte Landrat Heiner Scheffold gestern im Sozialausschuss des Kreistags. Dessen Mitglieder stimmten einmütig dafür, eine Gruppe des Schmiechtalkindergartens für geistig- und körperbehinderte Kinder in Form einer Intensivkooperation nach Blaubeuren auszulagern. Damit werden ab Ende 2019 sechs Kinder aus dem Raum Blaubeuren, Schelklingen, Laichingen, die bislang den Schmiechtalkindergarten in Ehingen-Berkach besuchen, in den Räumen des Kindergartens „Puste­blume“ betreut. Die Stadt Blaubeuren erweitert ihren Regelkindergarten um eine Gruppe und hat sich bereit erklärt, Räumlichkeiten für die Inklusionsgruppe zu schaffen. Der Umbau soll Ende 2019 fertig sein. Die Einrichtungen bleiben selbstständig, sollen aber eng zusammenarbeiten und viel gemeinsam unternehmen. „Davon profitieren alle“, sagte Kornelia Welsch, Leiterin des Schmiechtalkindergartens.

„Ideal“ sei das Konzept, weil die Kooperation den Kindern und deren Eltern zu deutlich kürzeren Wegen verhelfe, sagte Scheffold. Auch schaffe die Auslagerung Spielräume für die Schmiechtalschule. Zwar baut der Landkreis dort derzeit eine Erweiterung in Modulbauweise, um der Raumnot angesichts steigernder Schülerzahlen entgegenzutreten. Mit dem Auszug einer der fünf Kindergartengruppen werden weitere Räume frei. Auch für die Kosten der Gruppe in Blaubeuren hat der Kreis eine gefällige Lösung gefunden: Das Land zahlt im Rahmen der Schulbauförderung für die Anmietung. Laut Johannes Müller vom Fachdienst Liegenschaften ist Auflage, die Räume für 25 Jahre anzumieten. Mit 150 000 Euro Landeszuschuss sei die Miete von gut 13 000 Euro im Jahr zu mehr als der Hälfte finanziert. 

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