Langenau In Langenau wurden die agilsten Hunde des Südwestens ermittelt

Die beiden Shelties beobachten genau, was die "Agility"-Konkurrenz in Langenau macht. Foto: Amrei Groß
Die beiden Shelties beobachten genau, was die "Agility"-Konkurrenz in Langenau macht. Foto: Amrei Groß
Langenau / AMREI GROSS 12.03.2012
Mehr als 170 Starter aus Deutschland, Luxemburg und der Schweiz wetteiferten in Langenau um den Sieg in der "Agility-Jump-Off-Tour". Ein Geschicklichkeitswettbewerb für besonders flinke Hunde.

In der Reithalle am Ried in Langenau zeigt sich, welches die flinksten Hunde. Seit sechs Jahren endet dort die "Agility-Jump-Off-Tour" (AJO) des Südwestdeutschen Hundesportverbands, ausgerichtet von den Hundefreunden Bermaringen. Mehr als 170 Mensch-Hund-Teams aus Deutschland, Luxemburg und der Schweiz sind gestern zu diesem Geschicklichkeitswettbewerb an den Start gegangen. Die Tiere mussten Hürden, Tunnel, Steg, Wippe, Schrägwand und einen Slalom möglichst schnell und fehlerfrei hinter sich bringen.

Vier Etappen zählte die AJO-Tour in dieser Saison. Auftakt war im Oktober in Grosselfingen im Zollernalbkreis, die Etappen zwei und drei fanden in Trochtelfingen (Kreis Reutlingen) sowie im badischen Zaisenhausen (Landkreis Karlsruhe) statt. Ganz vorne mit dabei war stets ein Starter aus dem Alb-Donau-Kreis: Der 23-jährige Christoph Lucke aus den Reihen der Hundefreunde Bermaringen. Mit seiner erst zweijährigen Sheltiehündin "Amazing Choice" hatte er in Grosselfingen den Tagessieg in der Kategorie "Small" für Hunde bis zu einer Widerristhöhe von 35 Zentimetern errungen. In Trochtelfingen landeten die beiden auf Rang drei, in Zaisenhausen auf Platz vier. Gestern gehörten Christoph Lucke und "Amazing Choice" also zum Favoritenkreis auf den Gesamtsieg.

"Unsere Chancen sind 50 zu 50", hatte er vor dem Start gesagt. Doch dann unterlief "Choice" im Eifer des Wettbewerbs ein Flüchtigkeitsfehler. Denn darauf kommt es im "Agility"-Sport an: Schnelligkeit und Konzentration. Wird eine Hürde gerissen, das falsche Hindernis genommen oder werden Kontaktzonen - Flächen, die der Hund zwingend berührend muss - übersprungen, gibts Fehlerpunkte. Für Christoph Lucke war der Traum vom Tour-Gesamtsieg bereits nach dem ersten Lauf beendet. Kein Beinbruch, denn jetzt steht die Qualifikation zur "Agility"-Weltmeisterschaft im Oktober im tschechischen Liberec auf seinem Terminplan. Bereits am kommenden Wochenende findet das erste von sieben Qualifikationsturnieren statt. Den Rest des Wettbewerbs in Langenau konnten die beiden als Training unter Wettkampfbedingungen nutzen. Außerdem hatte seine Familie noch ein zweites Eisen im Feuer: Christophs Mutter Helga war in Langenau mit Border Collie "Blue" am Start.