Dem Ehepaar Fimmel ging der Solar-Akku eines Geräts kaputt. Der Hersteller bot ihnen direkt ein neues Gerät an – das lehnten die beiden ab: Ein neues Gerät könne nicht immer die erste und beste Lösung sein. Abhilfe könnte auch ein Reparatur-Café schaffen, das in Unterelchingen entstehen soll.

Was aber ist ein Reparatur-Café? Um der Frage nachzugehen, fand sich das Ehepaar Fimmel und andere Teilnehmer im Haus St. Michael zum Infoabend ein. Dort stellten Manfred Bittner, Agendabeauftragte der Gemeinde, und Bürgermeister Joachim Eisenkolb das Konzept vor.

„Als Antwort auf die Wegwerfgesellschaft haben sich in Deutschland schon seit einigen Jahren die Reparatur-Cafés gebildet“, sagte Bittner. Er will Bürger dazu motivieren, Initiativen wie ein Reparatur-Café zu gründen – ein bürgerschaftliches Engagement ohne feste Verpflichtung oder Vereinszugehörigkeit.

Das Prinzip des Reparatur-Cafés ist einfach: Am Empfangstresen gibt man beispielsweise eine kaputte Lampe ab und wird mit Kaffee und Kuchen bedient. Währenddessen reparieren ehrenamtliche Helfer die Lampe, der Kunde nimmt sie dann wieder mit.

Hilfe zur Selbsthilfe

Das Reparatur-Café solle auch ein Raum für Begegnungen und Dialoge sein – und Hilfe zur Selbsthilfe bieten. Die Idee, das Café in Elchingen zu etablieren, gefällt auch Bürgermeister Joachim Eisenkolb: „Es steht und fällt mit begeisterten Bürgern. Ich habe viele Leute hier kennengelernt, die spezialisiert und handwerklich begabt sind.“ Solche Bürger brauche es nun, um die nächsten Schritte in Richtung Reparatur-Café machen zu können.

Eine kleine Gruppe Mitwirkender hat sich bereits gefunden. Ob das Pfarrhaus St. Michael in Unterelchingen als Herberge dienen kann, soll in den nächsten vier Wochen geklärt werden. Auch die Frage, ob die Kirchenverwaltung als Träger zur Verfügung steht. Das nächste Treffen findet am Montag, 23. April, 18 Uhr, im Haus St. Michael statt.