Blaustein In Blaustein lebt es sich relativ sicher

Blaustein / HELGA MÄCKLE 14.07.2015
472 Straftaten wurden 2014 in Blaustein aktenkundig. Damit ist die Sicherheitslage deutlich besser als im Land, berichtete die Polizei dem Gemeinderat.

Das dürfte die Blausteiner beruhigen: Ihre Stadt ist deutlich sicherer als im Landesdurchschnitt. Das zumindest berichtete Daniel De Giuli, Leiter des Polizeireviers Ulm-West und damit zuständig für Blaustein, dem Gemeinderat. Zwar sei die Anzahl der Straftaten im Jahr 2014 um 4,9 Prozent auf 472 angestiegen, allerdings sind darunter viele Ladendiebstähle und Delikte, die "keine Beeinträchtigung der Sicherheitslage" darstellen, wie De Giuli sagte. Dazu gehören etwa zwölf Fälle von Körperverletzung, "zumeist im häuslichen Bereich, also innerhalb einer Familie".

Erfreulich - und deutlich gegen den Trend im Land - ist, dass es vergangenes Jahr zwölf Einbrüche weniger gab als 2013, als noch in 22 Wohnungen eingebrochen worden war. "Ausgesprochen gut" sei die Aufklärungsrate von Straftaten von 65,7 Prozent. Im Land sind es lediglich 58,9 Prozent. Der Großteil der Verdächtigen sind laut De Giuli Erwachsene, nämlich 214. Knapp 33 Prozent von ihnen waren Ausländer, 26 Prozent Frauen. Positiv: Der Anteil der Jungtäter, also unter 21 Jahren, ist von 18 auf 13 Prozent gefallen. Im Vergleich: In der Stadt Ulm sind es 26,4 Prozent, im Alb-Donau-Kreis 24,6 Prozent. Bei der Zahl der Unfälle hat sich mit 108 im Vergleich zu 2013 nicht viel verändert. "Wir haben also auch eine unauffällige Verkehrslage" resümierte De Giuli.

In der Diskussion sagte Kristina Nußbaumer (FW), dass Blaustein ihrer Ansicht nach ein Problem mit Vandalismus habe: "Vor allem am Blauweg hinter dem Einkaufszentrum." Dort fielen immer wieder zwei Gruppen von Jugendlichen unangenehm auf, etwa durch das Umwerfen von Blumenkübeln. Gebe es Ärger und sie rufe beim Polizeiposten Blaustein an, "ist entweder belegt, oder es meldet sich niemand". De Giuli wies daraufhin, dass es immer und überall Jugendliche gebe, die irgendwo lagern. "Aber das Problem ist polizeilich nicht zu lösen, man muss der Jugend einen Platz geben, wo sie sich aufhalten kann."

Nichtsdestotrotz sei es wichtig, sämtliche Zwischenfällen der Polizei zu melden. Nur so könne sie eventuelle Brennpunkte herausfinden und entsprechend reagieren. Die Blausteiner könnten bei Schwierigkeiten durchaus die 110 anrufen. Dann kommt eine Streife vom Polizeirevier Ulm-West.