Friedhof In Blaubeuren werden die Gebühren steigen

Blaubeuren / Thomas Spanhel 13.07.2018

Die Stadtverwaltung hat die Gründe für steigende Gebühren bei Bestattungen in Blaubeuren erläutert. Die Stadt- und die Ortschaftsräte erklärten sich mit dem angestrebten Kostendeckungsgrad von 75 Prozent einverstanden.

In Blaubeuren und seinen Teilorten stehen jetzt alternative Bestattungsformen zur Verfügung  – beispielsweise Gräber unter Bäumen oder Rasengräber. Die in den vergangenen beiden Jahren vorbereiteten alternativen Gräber kosteten jedoch nicht nur bei der Herstellung einiges Geld, auch in Zukunft wird dafür mehr Pflege nötig sein. Der städtische Bauhof übernehme die Pflege dieser Gräber, erläuterte Hauptamtsleiter Reiner Striebel die Ausgangslage für die künftigen Gebühren.

Auf Empfehlung der Haushaltsstrukturkommission des Gemeinderates sieht die Stadtverwaltung vor, dass künftig grundsätzlich 75 Prozent der anfallenden Kosten mit Hilfe der Bestattungsgebühren gedeckt werden. In den vergangenen Jahren lag der Kostendeckungsgrad nur bei gut 66 Prozent, berichtete die Stadtverwaltung. Bisher werden zum Beispiel für ein Reihengrab 1000 Euro und für ein Urnenreihengrab 800 Euro an Gebühren fällig. Um die Kosten zu 75 Prozent zu decken, müssen diese Gebühren also insgesamt steigen. Zuletzt waren die Gebühren  im Jahr 2010 erhöht worden.

Hallen mit verschiedenen Kosten

Die Stadtverwaltung will allerdings auf die Wünsche der Ortsverwaltungen eingehen und die Gebühren für die Nutzung der Leichenhallen in den Teilorten differenzieren. Weil die Leichenhalle in Blaubeuren neuer, geschlossen und beheizbar sei, solle ihre Nutzung mehr kosten als etwa die der nicht beheizbaren Halle in Seißen oder der offenen Hallen in anderen Teilorten. Ob künftig ein Bestattungswald in Blaubeuren eingerichtet wird, ist noch nicht geklärt.

Die Stadt- und Ortschaftsräte zeigten sich einmütig einverstanden mit der Erhöhung der Gebühren bis auf einen Kostendeckungsgrad von 75 Prozent und mit den unterschiedlichen Nutzungsgebühren der Leichenhallen. Nur in Details gab es Änderungswünsche: So regte Christel Seppelfeld (SPD) etwa niedrigere Gebühren für die Bestattung von Sternenkindern – Kindern, die noch im Mutterleib verstorben sind – an. Erich Straub sagte, ein „Doppelwahlgrab“, das momentan 1680 Euro kostet „muss auch für normale Bürger bezahlbar bleiben“.

Auf dieser Grundlage wird die Verwaltung die neuen Gebühren berechnen.

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