Gastronomie Im Waldstadion geht’s weiter

Derzeit wird noch renoviert, doch schon von Mitte September an soll wieder Leben herrschen in der Sportgaststätte „Waldstadion“ in Laichingen.
Derzeit wird noch renoviert, doch schon von Mitte September an soll wieder Leben herrschen in der Sportgaststätte „Waldstadion“ in Laichingen. © Foto: Sabine Graser-Kühnle
Laichingen / Sabine Graser-Kühnle 01.09.2018

Der Turn- und Sportverein Laichingen verpachtet seine Sportgaststätte „Waldstadion“ nun doch wieder. Mitte September eröffnen Goran und Jasminka Milovanovic das Restaurant mit deutscher und italienischer Küche sowie mit Spezialitäten vom Balkan. Insbesondere Fisch und Meeresfrüchte, aber auch ein breites Angebot an kleineren Speisen, die von Sportlern bevorzugt werden, sollen die Speisekarte bereichern, sagt der neue Pächter. Salate, auch der vielfach vermisste Wurstsalat, wie  Walter Heilenmann vom TSV-Vorstand berichtet, werden wieder auf der Speisekarte stehen. Außerdem bietet die Familie, wie in früheren Zeiten, nachmittags Kaffee und von Jasminka Milovanovic selbstgebackene Kuchen an. „Dieses Konzept hat uns überzeugt“, sagt Heilenmann.

Nachdem der vorherige Pächter, der griechische und deutsche Gerichte auf der Karte hatte, aus Kostengründen aus dem Pachtvertrag ausgestiegen war, hatte der TSV gar überlegt, das „Waldstadion“ nicht mehr als Restaurant zu halten, sondern in anderer Form zu nutzen. Nachdem das Ehepaar Tauber die Gaststätte rund 20 Jahre lang ununterbrochen geführt hatte, gab es in den vergangenen sieben Jahren drei Pächter. „Es blieben am Ende auch unsere Mitglieder weg“, räumt Heilenmann ein.

Tatsächlich hatte der Vorstand schon ein relativ ausgereiftes Konzept für eine andere Nutzung: Die Gaststätte sollte teilweise rückgebaut und Räume mit Veranstaltungstechnik  ausgestattet werden. Damit  wollte man den Mitgliedern, die immer Bedarf haben, geeignete Räumlichkeiten bieten, berichtet Uli Rößler, ebenfalls Mitglied im TSV-Vorstand. Obendrein war vorgesehen, diese Räume zu vermieten für Familien- oder Firmenfeiern oder als Konferenzräume. Für eine Bewirtung hätte dann ein Cateringservice gebucht werden müssen. „Aber wir wollten es noch einmal versuchen und haben daher die Sportgaststätte ausgeschrieben“, sagt Rößler. Das Konzept der Familie Milovanovic habe den Hauptausschuss des TSV schließlich überzeugt. „Wir sind guter Dinge und hoffen, dass es funktioniert, aber es ist der letzte Versuch“, meint Rößler.

Walter Heilenmann setzt nicht nur auf den „Wurstsalat für die Sportler“, sondern ebenso auf den Nachmittagskaffee: „Wir haben hier in Laichingen eine große Tradition: die älteren Jahrgänge treffen sich regelmäßig, doch immer mehr Wirtschaften schließen und sie wissen nicht mehr wohin.“ Das Waldstadtion fange diese Zielgruppe auf.

Goran Milovanovic freut sich schon auf seine Gäste – auch die Senioren. „Die Senioren liegen mir sehr am Herzen, wenn alles im Waldstadion gut läuft, werde ich auch einen Lieferservice einführen, auch für die Menschen die eben keine Möglichkeit haben, ins Restaurant zu kommen.“ Derzeit werden im Waldstadion noch kleinere Reparaturen ausgeführt und die Fenster bekommen eine neue Beschattung.

Bisher im Blaubeurer „Güterbahnhof“

Betreiber Goran Milovanovic hat in Köln vor 30 Jahren das Kochhandwerk gelernt und dann bis 1993 in Kroatien ein eigenes Restaurant geführt. Vor einem Jahr kam er zurück nach  Deutschland, pachtete in Blaubeuren den „Güterbahnhof“. Ihm sei der Pachtvertrag wegen Eigenbedarfs gekündigt worden, berichtet er.  Er habe dort vor allem unter den Senioren viele Stammgäste gehabt.

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