Handel Illerkirchberg akzeptiert Staiger Bedingungen

Illerkirchberg / Franz Glogger 20.06.2018

Die in Staig formulierten Bedingungen für den Bau eines Supermarkts auf dem Möhle-Areal in Oberkirchberg werden vom Gemeinderat in Illerkirchberg akzeptiert. Staig stimmt zu, dass in Oberkirchberg bis zu 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche entstehen, fordert aber im Gegenzug den eigenen, 800 Quadratmeter großen Markt ebenfalls auf diese Größe erweitern zu dürfen. Weiter müsse Staig erlaubt werden, einen zweiten Markt zu errichten, da in Unterkirchberg bereits ein Netto-Markt bestehe. Schlussendlich müsse die Landesstraße 260 als Supermarkt-Standort in Oberkirchberg „dauerhaft“ aufgeben werden.

Trotz Geschlossenheit: Ohne Murren ging die Zustimmung der Illerkirchberger Räte nicht vonstatten. Clemens Bosch bestand darauf, dass explizit nur der bisher diskutierte Standort an der Landesstraße aufgegeben wird. Das Gremium nahm in den Beschluss auf, dass bei Bedarf an anderer Stelle gebaut werden kann. Giuseppe Lapomarda, der als stellvertretender Bürgermeister die Sitzung leitete, riet, das Forderungspaket mit „einer gewissen Gelassenheit“ zu sehen. Die Zustimmung von Staig als Partner im gemeinsamen „Kleinzentrum“ sei notwendig, zudem wisse niemand, welche Rahmenbedingungen in 15 oder 20 Jahren gelten. Der Austausch von Bedingungen mit Staig verzögere nur den lang ersehnten Markt.

Der Gemeinderat stimmte dem Entwurf des Bebauungsplans für das Möhle-Areal zu und votierte dafür, eine Änderung des Flächennutzungsplans zu beantragen. Die Pläne für die Wohnanlage mit 28 Einheiten sowie den Einkaufsmarkt sind zwei Wochen lang im Rathaus einzusehen.

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