Ulm IHK segnet Liga ab

Ulm / KÖ 12.03.2016

Die Industrie- und Handelskammer hat sich inzwischen mit dem neuen Liga-Vertriebssystem der Sparkasse Ulm befasst, das, wie berichtet, auch auf die Azubis des Kreditinstituts ausgedehnt werden soll. Die neue IHK-Ausbildungsleiterin Martina Doleghs nimmt hier eine Aufsichtsrolle ein. Sie sieht jedoch nach einem Gespräch mit den Sparkassen-Verantwortlichen keine Probleme in diesem System, das Punkte für Finanzberatung und Produktabschlüsse vorsieht. Die Ausbildungsinhalte für den Beruf des Bankkaufmanns würden entsprechend der Ausbildungsordnung vermittelt, berichtete Doleghs.

Das Konzept der Nachwuchsliga solle außerdem nur in den Phasen der Banklehre angewendet werden, in denen die Azubis marktnah ausgebildet werden. Das sei während etwa eineinhalb Jahren der Fall.

Die jungen Leute würden auch insofern nicht unter Druck gesetzt, als nur die Teamleistung bewertet werde und es keine Punkte oder Noten für einzelne Leistungen gibt, die später womöglich über eine Übernahme entscheiden. Überdies hätten der Personalrat sowie die Jugendvertretung dabei zugestimmt. Es gehe demnach auch um die Förderung spielerischen Lernens, nach dem Motto "Spaß am Vertrieb". Vorstandsvorsitzender Manfred Oster hatte das "Bundesliga-System" damit begründet, dass man Nachholbedarf im Finanzvertrieb habe.

Wie Martina Doleghs berichtet, bilden die Azubis Vierer-Teams, die Aufstellung wechsle während einer Serie nach dem Zufallsprinzip. Geplant seien insgesamt drei bis vier Serien à 14 Wochen, es gebe eine fachliche Begleitung. Nach jeder Serie gebe es Sachpreise.