Centrotherm IG Metall zu Personalabbau bei Centrotherm

REF 25.09.2014
"Der Wunsch des Arbeitgebers sagt nichts darüber aus, ob es auch funktioniert", sagt Reinhold Riebl von der IG Metall Ulm nach der Ankündigung von Centrotherm, 50 Stellen abbauen zu wollen und zwar ohne betriebsbedingte Kündigungen.

Noch sei kein Wort über die Höhe der Abfindungen verloren worden. Zudem hätten erfahrungsgemäß vor allem solche Mitarbeiter ein Interesse auszuscheiden und den Job zu wechseln, die weiter wichtig für das Unternehmen wären. Riebl vermutet, dass der Anlagenbauer solche Spezialisten nicht gehen lassen möchte und auf andere, eher verzichtbar erscheinende Mitarbeiter zugeht. Die hätten aber möglicherweise schlechtere Chancen, eine neue Stelle zu finden. Die Gewerkschaft empfiehlt, ein Abfindungsangebot nur dann anzunehmen, wenn man schon einen neuen Job hat.

Riebl sieht die Photovoltaik trotz der Turbulenzen als Zukunftsbranche. Es gelte jedoch, die Phase bis zur Konsolidierung zu überstehen. Im Moment sieht der Gewerkschaftssekretär Centrotherm in einer Zwangslage: Auf der einen Seite reichten die Aufträge definitiv nicht aus für die vorhandenen Kapazitäten. Auf der anderen Seite dürfe auch die Entwicklungsfähigkeit des Werks nicht durch überzogenen Personalabbau gefährdet werden. Beide Aspekte müssten in Einklang gebracht werden. "Davon hängt die Zukunft des Standorts ab."