Kommunikation Ideen für digitale Zukunft der Alb gefragt

Laichingen / Joachim Striebel 11.09.2018

„Ich bin gespannt, welche interessanten Ideen kommen werden“, sagt der Laichinger Bürgermeister und Vorsitzende des Verbands Region Schwäbische Alb, Klaus Kaufmann. Er lädt die Mandatsträger, Bürger und Unternehmer aller zwölf Verbandsgemeinden ein zur „Zukunftskonferenz Digitalisierung“: Am Freitag, 28. September, sollen von 17 bis 21 Uhr in der Gemeindehalle in Merklingen erste Weichen gestellt werden für die digitale Zukunft auf der Laichinger Alb und im Oberen Filstal.

„Laichinger Alb – Oberes Filstal (L.A.O.F) in die Zukunft 4.0“ nennt sich das Projekt, für das der Verband bereits vom Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg einen Zuschuss von 45 000 Euro erhalten hat (wir berichteten). Bei der Veranstaltung in Merklingen soll es um verschiedene Lebensbereiche gehen wie Mobilität, Bildung, Handel, Energie und Verwaltung. „Auch wir als Verwaltungen müssen uns diesen neuen Strukturen anpassen, um nicht den Zug zu verpassen“, sagt Klaus Kaufmann.

Mobilität ist zentrales Thema

Im Verband Region Schwäbische Alb, der zur Verwirklichung des Bahnhofs in Merklingen gegründet wurde, werde die Mobilität ein zentrales Thema werden, meinen Kaufmann und Verbandsgeschäftsführer Thomas Eppler. Da werde es um die Vernetzung der Verkehrssysteme gehen, um Bahn, Bus, Pkw „und irgendwann auch um autonomes Fahren“, sagt Klaus Kaufmann. „Vielleicht entstehen auch Mitnahme-Portale.“

Voraussetzung für den Ausbau der Digitalisierung ist ein gutes Netz. Bei der Telekommunikation gibt es in und um Laichingen noch viele Lücken. Wie Kaufmann berichtet, hatte er jüngst Vertreter von drei Anbietern ins Laichinger Rathaus gebeten, um ihnen zu verdeutlichen, dass es was zu tun gibt. Die Anbieter hätten die Ballungsräume im Blick, beachteten aber nicht, dass die Menschen von dort auch auf dem Land unterwegs seien. So sei entlang der Bundesstraße 28 der Empfang schlecht oder gar unmöglich.

Kaufmann und Mitarbeiter haben aufgrund von eigenen Tests Karten erstellt, aus denen ersichtlich wird, wo es in Laichingen und Teilorten weiße Flecken gibt. „Die Telefonanbieter bekommen die Daten und können sich was überlegen“, sagt Kaufmann. Und zwar nicht nur für Laichingen, sondern möglichst für das gesamte Verbandsgebiet.

Wie weit die Digitalisierung in den zwölf Kommunen fortgeschritten ist, wird derzeit erhoben. Da gibt es Unterschiede. „Die kleinen Gemeinden müssen mitgenommen werden“, sagt Rudolf Weberruß, stellvertretender Bürgermeister in Heroldstatt.

Beispiele aus der Praxis

Bei der Zukunftskonferenz zur Digitialisierung, die von Christopher Heck vom baden-württembergischen Gemeindetag vorbereitet und von Franz-Reinhard Habbel moderiert wird, soll es Kleingruppen zu ausgewählten Themen geben, die Ergebnisse werden danach im Plenum vorgestellt. Geplant sind zudem Beispiele aus der Praxis, dafür haben die Verantwortlichen Rolf Böhringer vom Verband der Erzeuger Erneuerbarer Energien und Klaus Mang von der Dornstadter Firma Asys Automatisierungstechnik eingeladen. Zu einer Diskussionsrunde kommen außerdem der Berghüler Bürgermeister Bernd Mangold, IHK-Hauptgeschäftsführer Otto Sälzle, Ralf Schiffbauer von der Volksbank Laichinger Alb, Bernd Meffle von der Firma Meffle Kunststoffverarbeitung, Hans-Werner Groß von „Wäschekrone“ und Tobias Kälberer von Grüner Systemtechnik hinzu.

Klaus Kaufmann will zur Zukunftskonferenz auch junge Leute einladen, unter anderem über den Laichinger Jugendbeirat. Denn für die Zukunft sind deren Ideen von besonderer Bedeutung.

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