Unterkirchberg Hunderte Zuschauer beim Nafloßa in Unterkirchberg

Unterkirchberg / FRANZ GLOGGER 18.07.2016
Ob „Uxit“, „Done Daler“ oder „Bertele for Präsident“: Beim Nafloßa in Unterkirchberg wurde allerhand aus der Gemeinde auf die Schippe genommen.

Mit der Wassergaudi „Nafloßa“ ist am Montag das 42. Illertalfest des Kraftsportvereins (KSV) Unterkirchberg zu Ende gegangen. Etliche hundert Zuschauer sahen 15 Flöße und Boote die Weihung hinunter schippern. Geht es nach den Floßbauern, kündigt sich nach dem „Brexit“ ein „Uxit“ an –  und das gleich zweifach. Ein Freundeskreis Unterkirchberger Neuntklässler will Illerkirchberg verlassen. Die Hotelpläne des Gasthofs „Adler“ zeigten wieder einmal, wie erfolgreich das „untere“ Kirchberg ist. Deshalb verlangten die Jugendlichen: „Der Hotelbau boomt, die Wirtschaft wächst – wir fordern einen Austritt jetzt!“.

Die Feuerwehr will gleich die EU verlassen. Ihr Plan: Eigenes Geld drucken, den „Done Daler“, benannt nach Bürgermeister Anton Bertele. Hierzu reimten die Feuerwehrleute: „Dr Done Daler wird famos, dann isch bei uns dr Deifel los.“ Die AH des Fußballclubs hat mit dem Bürgermeister ganz andere Pläne:  Nachdem Joachim Gauck demnächst seinen Hut nimmt und Bertele bei Neujahrsansprachen ganz in seinem Element ist, fordert der FCI „konsequent – Bertele for Präsident!“.

Thema waren auch die nach den jüngsten Platzregen zugeschlammten Feldwege, vor allem der bei Mussingen. Rat aus dem kleinsten Teilort an Bertele und das Landratsamt: Ein Radweg soll immer höher als die Felder sein. Andere Themen waren: die Spendenfreudigkeit für die Pfarrkirche Unterkirchberg, Partystimmung auf dem Kinderbazar, die Aussiedlung des Bibers wegen der Renaturierung der Weihung bei Staig und das „O-Ki“-Boot (Ohne Kinder) von Petra und Alexander Lehle. Nachdem ihre Kinder heuer keine Lust dazu hatten, setzten sie sich selbst hinein. „Es war wieder einmal klasse, was sich die Leute einfallen lassen“, freute sich KSV-Vorsitzender Bernhard Merkle.