Landkreis Neu-Ulm / REGINA FRANK  Uhr
Er gibt nicht nur Geld für die gute Sache - Unternehmer Zumsteg tritt an, eine Klimaschutz-Initiative in der Region zu verankern. Er fand Mitstreiter.

Kinder wollen die Welt verändern, sie pflanzen Bäume, weil die CO2 binden. Ein Kind war es auch, das dieses globale Projekt mit einem Schulreferat anstieß. Was Felix Finkbeiner mit der Initiative "Plant for the Planet" auf die Beine stellte, hat den Neu-Ulmer Unternehmer Maximilian Zumsteg beeindruckt. Er wollte Geld dafür geben, nahm Kontakt zur Familie Finkbeiner auf und verfolgt seither einen größeren Plan. Holzhändler Zumsteg will die Initiative in der Region verankern, ein Netzwerk gründen, so dass sich die Idee des Bäumepflanzens selbst fortpflanzt.

Er hat Verbündete in der Wirtschaft gesucht und gefunden: Als er die Idee vor der IHK-Regionalversammlung vorstellte, war der Beschluss einstimmig: Sie unterstützt die Umsetzung. "Ein Grundsatzbeschluss", sagt Regionalgeschäftsführer Oliver Stipar. Er besagt, dass die regionale Wirtschaft das Projekt vorantreibt. Sie hat Zugang zur Politik. Der ist nötig, um an Flächen heranzukommen, auf denen Bäume gepflanzt werden können. Der ist auch hilfreich, um gezielt Schulen für eine Kooperation auswählen zu können. Und die Wirtschaft ist als Geldgeber gefragt, nicht zuletzt für die Finanzierung von so genannten Akademien: eintägigen Veranstaltungen, in denen Kinder erst zu Klimabotschaftern ausgebildet werden und dann einen Baum pflanzen - gemeinsam mit einem Förster.

Zumsteg sieht sein Engagement für die Initiative "Plant for the Planet" nicht im Widerspruch zu seiner Unternehmung, dem Holzhandel Carl Götz, einem Familienbetrieb, wo er als Geschäftsführer für Marketing und Gesamtvertrieb verantwortlich ist. Im Gegenteil. Das Holz, das er an Schreiner verkauft, die es wiederum zu Möbeln oder Parkettböden verarbeiten, binde CO2 dauerhaft, erklärt der Unternehmer. "Das ist vorteilhaft." Brennholz hingegen setze CO2 frei, genauso wie absterbendes Holz, das im Wald liegen bleibt. Abgesehen davon habe das Holzhandelsunternehmen "ein natürliches Interesse daran, dass wieder aufgeforstet wird". Und Zumsteg betont: "Wir legen Wert auf Nachhaltigkeit."