Laichingen Holperstrecke verschwindet

Laichingen / PETER SCHUMANN 21.11.2012
Den weiteren Ausbau der Weite Straße hat der Laichinger Gemeinderat am Montagabend beschlossen. Er wird rund eine Million Euro kosten.

Es ist gerade mal ein paar Wochen her, dass die Neugestaltung der Weite Straße zwischen Weberstraße und Hirschstraße beendet ist. Schon befasste sich der Gemeinderat am Montagabend mit dem weiteren Ausbau dieser "wichtigsten innerstädtischen Nord-Süd-Verbindung", wie es Bauamtsleiter Günter Hascher ausdrückte. 5400 Fahrzeuge rollen täglich darüber. Dieses Mal ging es um die Sanierung des Teilstücks zwischen Kreisverkehr und Schubertweg, einem mit Kopfsteinpflaster belegtem Straßenstück. Diese Holperstrecke soll asphaltiert werden. Da auch die Leitungen unter der Straße ausgetauscht werden müssen, kommt diese Baumaßnahme auf eine Gesamtsumme von 1,05 Millionen Euro. Um vor allem der Feuerwehr eine durchgehende Möglichkeit für Einsatzfahrten zu ermöglichen, wird sie in zwei Abschnitten erfolgen. "Baubeginn wird im März 2013 sein, damit wir bis November fertig sind", erläuterte Bauamtsleiter Hascher den Gemeinderäten. Die Weite Straße, so der Wunsch der Anlieger während einer Informationsveranstaltung, soll auch auf der Westseite eine durchgehenden Radweg bekommen.

Diese Baumaßnahme fand einhellige Zustimmung im Rat. Die Planung aber nicht uneingeschränkt. "Die LAB nimmt den Ausbau erfreut zur Kenntnis", sagte deren Sprecher Bernhard Schweizer. Er wollte aber prüfen lassen, ob nicht auch ein Radweg gebaut werden könnte. Hascher wies darauf hin, dass die räumlichen Verhältnisse sehr eng seien. Ein Radweg könnte nur auf einer Länge von 160 Metern angelegt werden. Und: "Unser Radwegekonzept führt nicht über die Weite Straße." Konnte sich Schweizer noch erinnern, dass in früheren Jahren Post, die mit "Kopfsteinpflasterstraße in Laichingen" adressiert war, auch tatsächlich an den Mann gekommen ist, so erinnerte sich Martin Schwenkmezger noch daran, "wie ein Pflasterer die Steine einzeln eingesetzt hatte". Er befürwortete den Ausbau ebenfalls, fragte allerdings, ob gleichzeitig eine moderne Straßenbeleuchtung kommen werde. Hascher betonte, bei allen Straßensanierungen würde auf LED-Leuchten umgestellt. Gemeinderat Dr. Günter Schmid (Igel) fragte nach verkehrsberuhigenden Maßnahmen. Diese seien nicht geplant, nachdem der Gemeinderat sie bei früheren Sanierungen abgelehnt hätte, antwortete Hascher. "Nach dem Ausbau wird das eine Rennstrecke", befürchtete deshalb Franz Heim (Igel). Sigrun Seiboth-Mack forderte "optische Signale für die Fahrbahn", um Autofahrer zu bremsen. Auch eine Geschwindigkeitsmesstafel konnten sich einige Räte vorstellen, nachdem damit in anderen Orten gute Erfahrungen gemacht worden seien. Über solche verkehrsberuhigenden Maßnahmen werde der Bauausschuss diskutieren, wenn entsprechende Anträge eingebracht worden seien, erläuterte Bürgermeister Friedhelm Werner. Eine komplette Absage erhielten bei dieser Diskussion bauliche Maßnahmen wie eine Unterbrechung des Asphaltbelags durch Pflastersteine. Dies hatte Ernst Joachim Bauer (Igel) angeregt. Martin Grötzinger (BWV): "Das ist doch ein absoluter Nonsens. Damit sind nur die Anwohner gestraft."