Wirtschaft Albi: Hoffnung auf Investitionen am Standort

Firma Albi in Berghülen soll an Edeka verkauft werden
Firma Albi in Berghülen soll an Edeka verkauft werden © Foto: Joachim Striebel
Bühlenhausen / Joachim Striebel 20.12.2017
Die Gewerkschaft hat sich mit Albi-Mitarbeitern getroffen. Edeka hat ihnen ein Weihnachtsgeld zugesagt.

Nach der Übernahme durch Edeka sind die Abfüllanlagen beim Fruchtsafthersteller Albi in Berghülen-Bühlenhausen seit Wochenbeginn wieder in Betrieb. „Es wird gearbeitet“, berichtet Karin Brugger von der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG), die sich am Dienstag mit Mitarbeitern getroffen hat. Edeka habe den Beschäftigten versprochen, das ausstehende Weihnachtsgeld noch im Dezember zu bezahlen, sagt die regionale NGG-Geschäftsführerin. Unter den Mitarbeitern herrsche immer noch eine gewisse Verunsicherung, denn der Käufer habe bislang kein ausgefeiltes Konzept vorgelegt. Andererseits müsse Edeka zugestanden werden, den Betrieb genau anzusehen. Es sei angeklungen, dass Edeka bereit sei, am Standort Bühlenhausen zu investieren. Wie berichtet, hatte Edeka am Freitag nach der Zustimmung des Aufsichtsrats mitgeteilt, „die starke Marke Albi“ im Edeka-Verbund zukunftsfähig auszubauen und die neu erworbenen Produktionskapazitäten auch für weitere Marken und Handelsmarken zu nutzen.

Manche haben gekündigt

Wie die Gewerkschafterin berichtet, hatten Mitarbeiter in jüngster Vergangenheit Überstunden gemacht, um den Betrieb zu retten. Einige hätten sich inzwischen anderswo beworben. „Das kann man den Leuten nicht verdenken.“ In einem Betrieb, der hohe Verluste geschrieben habe, müsse mit Veränderungen gerechnet werden, meint Karin Brugger. „Keiner kann sich sicher sein, dass alle Arbeitsplätze in Bühlenhausen erhalten bleiben.“ Die Gewerkschafterin erinnert an die Übernahme von Marktkauf durch Edeka, die 2008 beispielsweise bei SG Frischwaren in Laichingen Arbeitsplätze gekostet habe.

Für Albi in Bühlenhausen hat die Edeka-Zentrale umfangreiche Prüfungen während der kommenden Wochen angekündigt. Dazu sagt Karin Brugger: „Das muss für das Unternehmen nicht schlecht sein.“

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