Heroldstatt/Laichingen / JOS  Uhr
Der Höhlen- und Heimatverein Laichingen richtet im nächsten Jahr die Jahrestagung des Verbands der Deutschen Höhlen- und Kartforscher aus.

Wie Christian Ufrecht vom Höhlenverein bei der Tagung "Speläo Südwest" am Samstag in Heroldstatt bekanntgab, läuft die Fachtagung in Laichingen vom 15. bis 18. Juni 2017. Zum Bundesverband gehören mehr als 100 regionale Vereine und Gruppen, sieben Landesverbände und rund 500 Einzelmitglieder. Ufrecht rief die anderen Höhlenvereine in der Region auf, die Laichinger während der Bundestagung mit Exkursionen und Vorträgen zu unterstützen.

Der Höhlen- und Heimatverein Laichingen begeht 2017 gleich zwei Jubiläen: Der Verein besteht seit siebzig Jahren; vor 125 Jahren hat der Sandgräber Johann Georg Mack einen Spalt entdeckt, der sich als Eingang zur Tiefenhöhle erwies. Die Höhle ist heute die tiefste ausgebaute Schachthöhle, der Führungsweg geht bis in eine Tiefe von 55 Metern. Noch immer wird in der Tiefenhöhle, die vom Palmsonntag bis zum Ende der Herbstferien täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet ist, geforscht. Ufrecht berichtete von einer Grabung an einer Stelle, an der schon der Geologe Walter Biese im Jahr 1926 eine Fortsetzung vermutete. Die Forscher entdeckten jetzt mehrere Kammern, außerdem einen 50 Meter langen Gang, den sie "Biesegang" nennen.