Dornstadt Höhenlimit für Windräder wird abgeschafft

TS 08.11.2013
Die Höhenbegrenzung im Windkraft-Vorranggebiet bei Temmenhausen soll fallen. Zu diesem Zweck wird der Flächennutzungsplan geändert.

Acht Windräder sind im Vorranggebiet Temmenhausen-Bermaringen in Betrieb. Für drei weitere, jeweils knapp 200 Meter hoch, läuft das Genehmigungsverfahren. Einer der geplanten Standorte befindet sich in dem Teil des Vorranggebiets, in dem noch eine Höhenbegrenzung gilt: bei 140 Metern ist dort Schluss. Um die Grenze aufzuheben, muss der Flächennutzungsplan geändert werden. Dieser Änderung hat der Gemeinsame Ausschuss der Verwaltungsgemeinschaft Dornstadt, der auch die Gemeinden Beimerstetten und Westerstetten angehören, jetzt zugestimmt. Bis die neue Fassung rechtskräftig wird, dauert es noch ein paar Monate. Zunächst - voraussichtlich vom 22. November an - haben die Bürger vier Wochen lang Zeit, Stellungnahmen abzugeben.

Im Dornstadter Teilort Temmenhausen selbst ist der Wegfall des Höhenlimits umstritten. Der Ortschaftsrat hat sich dagegen ausgesprochen und lehnt auch den Bau eines 200-Meter-Windrads ab. Letzteres war zuletzt auch im Ausschuss für Bau, Umwelt und Technik des Dornstadter Gemeinderats umstritten. Im Gemeinsamen Ausschuss jedoch wurde keine kontroverse Diskussion geführt: Das Gremium folgt traditionell dem Beschluss des jeweiligen Gemeinderats. Der Abschaffung des Höhenlimits hatten die Dornstadter Räte Ende Juni mit großer Mehrheit zugestimmt.

Weitere Änderungen des Flächennutzungsplans beziehen sich auf Wohngebiete: Um in Temmenhausen eine neue, 18 000 Quadratmeter große Wohnungsbaufläche auszuweisen, müssen in Dornstadt selbst zwei mögliche Baugebiete gestrichen werden. Darauf hatte das Regierungspräsidium Tübingen bestanden. Insgesamt bleiben die für den Wohnungsbau reservierten Flächen in der Gemeinde gleich groß.

In Beimerstetten wird die im Flächennutzungsplan ausgewiesene Gemeinbedarfsfläche südlich der Dornstadter Straße erweitert. Dort plant die Gemeinde in Nachbarschaft von Grundschule und Lindenberghalle einen Kindergartenneubau (wir berichteten). Bislang ist das etwa 7200 Quadratmeter große Grundstück als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen.