Sport Hindernislauf durch Schlamm und Schaum

Heroldstatt / Sabine Graser-Kühnle 16.07.2018
Extremer Hindernislauf: 495 Sportler bewältigen in Heroldstatt einen schwierigen Parcours.

Mann, wer hat sich denn diesen Parcours ausgedacht?“, fragte ein völlig erschöpfter Darko Tesic, als er nach einer Stunde und 18 Minuten die 16,8 Kilometer lange, mit 21 Hindernissen gespickte Strecke bewältigt hatte und seine Vorjahreszeit um rund eine Minute unterbieten konnte. Allerdings war die Strecke heuer rund 600 Meter kürzer, weil die Organisatoren vom Sportclub Heroldstatt die Streckenführung bei dieser fünften Auflage des „X-treme Battle“ geändert hatten.  Die Hindernisse waren dagegen härter, meinte Tesic. „Mann, habe ich schwere Beine, ich bin froh, dass ich den Lauf jetzt hinter mich gekriegt habe.“

Unter anderem wurde bei der neuen Auflage des Extrem-Hindernislaufes das bei den Läufern berüchtigte und den Zuschauern höchst beliebte Schlammloch in drei Etappen aufgeteilt: von der Strecke runter in den Dreck unter einer wassertropfenden Brücke durch,  dann Sprung in ein Wasserloch zum Durchrobben, dann rein ins dritte Wasserloch, um sich unter Holzlatten im Schlamm durchzukämpfen. Die Läufer mussten dabei einen mehrere Kilogramm schweren Stein mitschleifen.

Der Laichinger Tesic wurde zum fünften Mal in Folge Sieger beim X-treme Battle. Von 600 Gemeldeten gingen 495 tatsächlich an den Start. Die Sonne brannte unnachgiebig, doch das konnte weder die Läufer und erst recht nicht die Zuschauer abhalten. Mit dem Rad oder auch zu Fuß strömten sie zu den Hindernissen, feuerten die Läufer lautstark an und applaudierten nach Überwindung der Hindernisse. Vor allem das Schlammloch übte magnetische Wirkung aus. Belustigung lösten die amöbenartigen Figuren der Läufer aus, wenn sie aus dem Schaumtunnel herauskamen. Unendlich viel Kraft kostete es, den Haufen Autoreifen zu überwinden oder sich an Metallstangen – ein neues Hinderniselement dieses Jahr – durch den Parcours zu hangeln.

Darko Tesic weiß, weshalb er trotz der enormen Anstrengung immer wieder beim Battle mitmacht: „Es macht mich stolz und zufrieden, wenn ich an die körperlichen Grenzen und darüber hinaus gehe.“ Mit ihm jubelte seine Trainingskollegin Birgit Schlecker. Die Ulmerin will nächstes Jahr ebenfalls an den Start: „Dreck und Schlamm machen mir nichts aus, ich will meine Grenzen auslosten.“ Obendrein will sie ihre Höhenangst, ein Trauma, bekämpfen. „Das spornt mich an.“

Nicht aufgeben ist Sandro Sutners Devise. Der Offinger schied nach den ersten Metern mit einer Stauchung des Fußes aus: „Nächstes Jahr bin ich wieder dabei, jetzt erst recht“, sagte er.

Der Battle fand im Rahmen der Heroldstatter Sportwoche statt, die von Donnerstag bis Sonntag lief. Die bot mit Fußball- und Tennisspielen und Pokalschießen  sowie Vorführungen aus den Abteilungen des SC Heroldstatt, Livemusik und DJs viel sportliches Programm und Unterhaltung. Lob gab es für die Organisation, unter anderem von Tesic: „Das habt ihr echt toll gemacht.“

Eine Stunde und 18 Minuten

Sieger Darko Tesic (Immodrive Laufteam) gewann mit einer Zeit von 1:18:00 Stunden vor Matthias Reichart (Capetown) mit 1:25:16 und Andre Laubhan (Roma KG) mit 1:28:19. Beste Frau war Julia Laub (Immodrive Laufteam) mit 1:35:15.

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