Freizeit Halb Dietenheim auf dem Hündle

Bergmesse bei strahlendem Sonnenschein vor der „Dietenheimer Hütte“ am Hündle.
Bergmesse bei strahlendem Sonnenschein vor der „Dietenheimer Hütte“ am Hündle. © Foto: privat
Dietenheim/Oberstaufen / Beate Reuter-Manz 06.10.2017

Was für ein enormer Zulauf! Rund 170 Gläubige haben am letzten September-Samstag auf dem „Hausberg“ der Dietenheimer Wintersportler, dem Hündle bei Oberstaufen, eine Bergmesse gefeiert. Nach drei Jahren klappte die beliebte Herbst-Veranstaltung in dem Skigebiet wieder, wiewohl der Wetterbericht auch für diesen Termin zunächst nichts Gutes verheißen hatte. Bloß gut, dass die Verantwortlichen des Skiclubs sich diesmal nicht beirren ließen und die Veranstaltung trotzdem durchzogen.

Es wurde ein Bilderbuch-Tag mit Sonne satt und warmen Temperaturen.  Bestes Ausflugswetter, also. Am Ende des Tages verzeichnete der Skiclub rund 250 Gäste. „Dabei haben wir noch am Mittwoch den Bus abgesagt. Wir hatten da gerade mal 12 Teilnehmer“, berichtet Skiclub-Vorsitzender Thomas Endler. Zu hoch wäre der finanzielle Verlust gewesen. Statt dessen organisierten die Club-Verantwortlichen private Mitfahrgelegenheiten.

Viele Dietenheimer entschieden sich offensichtlich ganz kurzfristig für die einstündige Autofahrt ins Allgäu, darunter auch Bürgermeister Christopher Eh und sein Vorgänger Sigisbert Straub. Auch der Betreiber der Hündlebahn, Thomas Lingg, gehörte zu den Gästen der Bergmesse. Die Gläubigen verfolgten unter strahlend blauem Himmel die Predigt von Stadtpfarrer Gerhard Bundschuh. Sie waren zuvor von der Talstation etwa 45 Minuten hinauf zu der schmucken Hütte gewandert oder hatten die Gondel zur Bergstation genommen. Von dort aus erreicht man die Hütte in einem 15-minütigen Fußmarsch. 15  Musiker der Stadtkapelle bereicherten den Gottesdienst, an dessen Ende die vor drei Jahren von den Firmen Keplinger und Semler  sowie von Alfred Metzinger und Thomas Lingg  gespendete Kreuz seinen kirchlichen Segen erhielt.

Für die Ski- und Snowboardlehrer und den Hüttenwart bedeutete der Tag viel Arbeit. Sie versorgten ihre Gäste mit Weißwürsten, Leberkäs und einer Auswahl von 19 gespendeten Kuchen.

Das Hündle ist für viele Dietenheimer die erste nahe gelegene Adresse in Sachen Wintersport. Im 31. Jahr hat der Skiclub die „Dietenheimer Hütte“ von der Rinderunion Baden-Württemberg gepachtet.  Jedes Kind, das über den rührigen Skiclub das Skifahren oder Snowboarden gelernt hat, kennt demzufolge das kleine Skigebiet bei Thalkirchdorf zwischen Oberstaufen und Immenstadt mit seiner Gondel und den fünf Schleppliften.