Aus dem Bundesverkehrsministerium hat die Politikerin erfahren, dass zweigleisiger Ausbau und Elektrifizierung der Strecke von Ulm nach Oberstdorf möglicherweise in den neuen Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden. Die Entscheidung darüber dürfte die Bundesregierung bis Ende des Jahres fällen. Doch ist die Aufnahme in den Verkehrswegeplan keine Garantie für eine Realisierung, wie das Beispiel der Südbahn zeigt. Die Elektrifizierung der Strecke Ulm-Friedrichshafen-Lindau hatte es nicht nur in den Bundesverkehrswegeplan, sondern auch in den Bedarfsplan für die Bundesschienenwege und in den Investitionsrahmenplan 2011 bis 2015 des Bundes geschafft. Nun droht, falls in diesem Jahr nicht mit dem Bau begonnen wird, eine weitere Verzögerung. Zudem ist die Konkurrenz um Bundesmittel groß. Aus der hiesigen Region sind für den neuen Bundesverkehrswegeplan weitere Schienenprojekte angemeldet: Elektrifizierung der Brenzbahn Ulm-Aalen und deren zweigleisiger Ausbau zwischen Langenau und Rammingen; Elektrifizierung und zweigleisiger Ausbau der Donautalbahn von Ulm bis Herbertingen; dreigleisiger Ausbau der Strecke nach Augsburg.