Verkehr Größere Sicherheit in Aussicht

Albeck / Kurt Fahrner 13.10.2018

Seit Jahrzehnten klagen die Bürger des Langenauer Stadtteils über die Verkehrsbelastungen, die von der Landesstraße L 1079/Robert-Bosch-Straße ausgehen, und über die Verkehrsgefahren an der Kreuzung Landesstraße/Werdenbergstraße/Bolstraße. Das erweiterte Fahrverbot für Schwerlastverkehr auf der „Steige“ fand im Ort zwar Anerkennung, stellte aber insgesamt die Albecker noch nicht zufrieden (wir berichteten).

Nach Absprache mit den zuständigen Behörden fasste der Ortschaftsrat auf Anraten von Ortsvorsteher Walter Wiedenmann zwei Empfehlungsbeschlüsse an den Langenauer Gemeinderat: Die Stadt wird ersucht, die Anordnung einer Ortsdurchfahrt und der damit verbundenen Tempo-50-Regelung für den Abschnitt der L 1079/Robert-Bosch-Straße im Bereich Albeck bei der zuständigen Straßenrechtsbehörde des Verwaltungsverbands Langenau (VVL) zu beantragen.

Anlage selbst bezahlen

Die Stadt wird weiterhin ersucht, beim zuständigen VVL eine Anordnung zur Umrüstung der bestehenden Teilsignalisierung in eine Vollsignalisierung der Ampelanlage für die Kreuzung L 1079/Werdenbergstraße/Bolstraße mit Grün-Pfeil-Regelung für Rechtsabbieger zu beantragen. Das heißt, dass für alle Zufahrten der Kreuzung Ampeln aufgestellt werden sollen. Die Kosten in Höhe von 30 000 Euro bis 40 000 Euro sind im Haushalt 2019 der Stadt Langenau vorzusehen.

Ausführlich hatte Ortsvorsteher Wiedenmann dargestellt, dass nach Auffassung der Behörden die gemessenen Belastungswerte nicht ausreichten, auf der L 1079/Robert-Bosch-Straße im Bereich Albecks die Geschwindigkeit von 60 auf 50 Stundenkilometer zu reduzieren. Nichts dagegen hätten die Behörden aber, diesen Straßenabschnitt als Ortsdurchfahrt zu reglementieren – was automatisch Tempo 50 mit sich bringen würde. Wiedenmann nahm die Anregung auf, vor dem künftigen Ortsschild aus Richtung Seligweiler eine Temporeduzierung von 80 auf 70 Stundenkilometern ins Auge zu fassen.

Eine Unfallhäufigkeit an besagter Straßenkreuzung in Albeck sei nicht gegeben, zitierte Wiedenmann die Verkehrsbehörde. Deshalb stufe sie die Umrüstung der Ampel als nicht zwingend ein und lehne eine Kostenübernahme ab. Grundsätzliche Einwände gegen eine Vollbeampelung hege die Behörde aber nicht, wenn die Stadt die Kosten übernehme, so der Ortsvorsteher. Und sah Signale aus dem Gemeinderat für diese Lösung, nämlich eine Ampelschaltung zwischen 6 und 19.30 Uhr. In der übrigen Zeit wäre die Ampel außer Betrieb. 

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