Veröffentlichung Graf Spee vom Blautopf

Das Tagebuch „Sie nannten ihn ‚Graf Spee’“
Das Tagebuch „Sie nannten ihn ‚Graf Spee’“ © Foto: Kessler
Blaubeuren / ruk 04.09.2017
Hans Götz war Obermaat auf dem Panzerschiff Graf Spee. Sein Sohn Hans-Joachim Götz hat jetzt ist das Tagebuch seines Vaters veröffentlicht.

Erstens kommt es immer anders, als man zweitens denkt. Diese Erfahrung machte auch der Blaubeurer Hans-Joachim Götz. Denn eigentlich hatte er genug von den Erzählungen seines Vaters, der Obermaat auf der „Admiral Graf Spee“ war, dem damals modernsten Panzerschiff der Deutschen Kriegsmarine. Kaperfahrten hier, Kaperfahrten dort – und dann die Versenkung durch den Kommandanten Hans Langsdorff am 17. Dezember 1939 im Río de la Plata vor Montevideo. 1975 starb sein Vater, das Tagebuch lag in der Schublade – bis zum 75. Jahrestag der Versenkung.

Tagebuch veröffentlicht

Damals 2014, hatte Hans-Joachim Götz begonnen, sich mit dem Mythos um die „Graf Spee“ auseinanderzusetzen, jetzt hat der pensionierte Lehrer das Tagebuch seines Vaters unter dem Titel „Sie nannten ihn Graf Spee“ veröffentlicht. Hintergurnd ist, dass der ehemalige Obermaat nach seiner Rückkehr von den Blaubeurern nur mit „Graf Spee“ angesprochen wurde. Dass er überhaupt zurückkehrte, hatte Hans Götz Kapitän Langsdorff zu verdanken, der auf ein letztes Gefecht mit englischen Kriegsschiffen verzichtete. Das deutsche Schiff war zuvor in einem Gefecht schwer beschädigt worden. Langsdorff brachte die Besatzung an Land – mit den Worten, die von Hans Götz überliefert sind: „Mir sind 1000 junge lebende Menschen lieber als 1000 tote Helden.“ 

Info Das Buch „Sie nannten ihn Graf Spee“ ist in der Biberacher Verlagsdruckerei erschienen, es hat 176 Seiten und kostet 19,80 Euro.