Kirche Gospel: Das Publikum singt und klatscht mit

Mit Elan und Singfreude füllte der Gospelchor aus Wiesensteig die Andreaskirche.
Mit Elan und Singfreude füllte der Gospelchor aus Wiesensteig die Andreaskirche. © Foto: Sabine Graser-Kühnle
Nellingen / Sabine Graser-Kühnle 02.11.2018

Unter dem Motto „Come home“ begeisterten die 21 Sängerinnen und Sänger des Wiesensteiger Gospelchores „Amaz Sing“ die Zuhörer in der Nellinger Andreaskirche. Die Choristen waren mit Elan und Singfreude bei der Sache, Chorleiterin Angela Sieg hatte die 17 Lieder einfühlsam einstudiert, begleitet wurden die Akteure mit Cajon und Piano. Mit Verve dirigierte sie und entlockte damit ihren Sängerinnen und Sängerin einen enthusiastischen Vortrag. Das Publikum ließ sich davon immer wieder  zu rhythmischen Klatschen und teils jubelndem Beifall hinreißen.

Zu Herzen gehend waren die an den Konzertanfang gesetzten Spirituals, diese so ursprüngliche Musik, die den späteren Blues schon in sich trägt, aber den biblischen Kontext in den  Vordergrund stellt, sowie  die den Spirituals folgenden afroamerikanischen Gospellieder. Angela Sieg brauchte die Zuhörer nicht zweimal zu bitten, in das bei nahezu allen Protestbewegungen gesungene „We shall overcome“ einzustimmen: mit ganzer Inbrunst gesungen, zog das Lied durch die Kirche. Mit Herzblut gesungen auch die afrikanische Weise „Njooni Wote“ in der creolischen Landessprache.

Doch Amaz Sing ist längst nicht mehr zu reduzieren auf Spirituals und Gospels, sondern der Chor singt mit Begeisterung zeitgemäße, populäre Kirchenlieder. So das Lied „Seite an Seite“ der österreichischen Sängerin Christina Stürmer, das Marlene Arnold darbot, schön eingebettet in den Chor. In sonorer Altstimme mit Rockröhre-Anleihen sang Petra Hettrich das Lied „We believe in God“ der kirchlichen Popikone Judy Bailey, wobei der Chor den Background lieferte. Choreografisch beeindruckten die Sängerinnen und Sänger mit „God is gonna finish“ und ernteten dafür jubelnden Applaus. Wunderbare dynamische Akzente setzte der Chor „In Jesus name“. Mitreißend auch das Halleluja aus dem noch jungen Musical „Messiah“. Immer wieder lud Angela Sieg das Publikum zum Mitsingen ein. Den Abend beendete ein „Vaterunser“ in englischer Sprache. Ohne Zugabe durfte der Chor nicht abtreten.

Viele Spenden für Kirchenrenovierung

Sinnesgarten Im Anschluss an das Konzert lud die Kirchengemeinde zum Stehempfang ins Gemeindehaus ein, denn nach dem Spendenaufruf ist vor dem Spendenaufruf: Nachdem die Kirchengemeinde den für die Renovierung der Kirche aufzubringenden Betrag von 87 000 Euro zusammenhat und die Summe nun sogar auf 98 000 Euro angewachsen ist, bittet die Gemeinde nunmehr um Spenden für den ehemaligen Friedhof im Kirchgarten. Der soll umgestaltet werden zum „Schöpfungs- und Sinnesgarten“. Der Erlös vom Konzert waren aber für die Chorarbeit von  Amaz Sing bestimmt.

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