Öllingen Göggelmann ist neuer Öllinger Bürgermeister

Wahlleiter Karl Junginger (li.) gratuliert Georg Göggelmann, dem neuen Bürgermeister von Öllingen. Foto: Amrei Groß
Wahlleiter Karl Junginger (li.) gratuliert Georg Göggelmann, dem neuen Bürgermeister von Öllingen. Foto: Amrei Groß
Öllingen / AMREI GROSS 16.07.2012
Georg Göggelmann ist neuer ehrenamtlicher Bürgermeister in Öllingen. Der technische Beamte, bis dato stellvertretendes Gemeindeoberhaupt, wurde gestern mit 92,8 Prozent der gültigen Stimmen gewählt.

Nach dem Tod des bisherigen Amtsinhabers Alexander Buchele bestimmten die Öllinger gestern Bucheles langjährigen Stellvertreter Georg Göggelmann zum neuen ehrenamtlichen Gemeindeoberhaupt. Für den technischen Beamten ändert sich durch die Wahl "im Endeffekt nichts". Durch Bucheles Krankheit und Tod führte Göggelmann die Amtsgeschäfte der Gemeinde Öllingen bereits seit November vergangenen Jahres in immer größerem Umfang. Nun soll er zeitnah in sein Amt eingesetzt werden.

Georg Göggelmann, seit über einem Jahrzehnt Gemeinderat in Öllingen, freut sich auf seine neue Aufgabe. Das vorläufige Wahlergebnis: 58,9 Prozent der 397 Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab, das entspricht 234 Stimmen. 92,8 Prozent der gültigen Stimmen (196) entfielen auf Göggelmann als einzigem Bewerber, 23 Stimmen waren ungültig, 15 Öllinger gaben ihre Stimme "Sonstigen". Das Wahlergebnis sei "eine gute Basis", meint der 56-Jährige. Er habe im Vorfeld auf eine Wahlbeteiligung von mehr als 50 Prozent gehofft; ein guter Rückhalt in der Bevölkerung sei ihm "das Wichtigste". Göggelmann will seinen Schwerpunkt künftig unter anderem auf die Dorfentwicklung legen, den Zusammenhalt in der Gemeinde stärken und Neubürger aktiv in die Gemeinschaft einbinden.

Gleichzeitig ist es sein erklärtes Ziel, die Finanzpolitik des Vorgängers fortzuführen: "Öllingen soll schuldenfrei bleiben." Eine Herzensangelegenheit ist dem frischgebackenen Bürgermeister zudem die Nutzung von Windenergie auf der eigenen Gemarkung - eine kleinere Fläche am Ortsrand in Richtung Bissingen sei bereits als entsprechende Vorrangfläche in der Windenergieplanung des zuständigen Regionalverbands Donau-Iller vorgesehen, ein Gutachten des Verwaltungsverbands Langenau sehe sogar weitere Potentiale auf Öllinger Gemarkung. Insgesamt könnten demnach bis zu sechs Windkraftanlagen vor Ort entstehen.

"Wir werden auf jeden Fall versuchen, das Thema Windenergie voranzutreiben", sagte Göggelmann. Das Interesse sei da, potentielle Investoren vorhanden. Abgesehen von diesen Punkten erwartet Georg Göggelmann "ziemlich viel Neuland" und allerhand Arbeit. In den kommenden Wochen will er sich "Stück für Stück" in sein neues Ehrenamt einarbeiten, dabei ein Thema nach dem anderen angehen.

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