Wetter Gießen und Iller unter Beobachtung

Beate Reuter-Manz 05.01.2018

Die Iller ist unberechenbar: Wer die Hochwasser-Einsätze 1999 und 2005 erlebt hat, der weiß das. Die Feuerwehren in Dietenheim, Balzheim, Kirchberg, Kellmünz und Dettingen kennen sie hinlänglich, die Tücken des Gebirgsflusses. Seit gestern mancherorts die Warnstufe 3 ausgerufen wurde, sind sie in Hab-Acht-Stellung.   „Wir haben derzeit noch alles im Griff“, kommentierte Stefan Pistel, seines Zeichens Kreisbrandmeister, am Nachmittag die Situation. Der Feuerwehr-Kommandant ist in Dauerbereitschaft und hält engen Kontakt mit dem Wasserwirtschaftsamt, der Feuerwehrleitstelle Ulm und den Kollegen im Umkreis.  Man sei  darauf eingestellt, kurzfristig die Wege entlang der Iller zu sperren.

Ein besonderes Augenmerk hat Stefan Pistel aber auch auf den Pegel des Gießenbachs, ein Sorgenkind bei Dauer- oder Starkregen, wenn Regenüberlaufbecken in den Nachbargemeinden volllaufen,  der Grundwasserspiegel steigt und mehr Oberflächenwasser als sonst einläuft. Träte der Gießen aus seinem künstlichen Bett, würde die Innenstadt überflutet. Der wichtigste Kontrollpunkt ist die Brücke in der Gießenstraße. „Sie wird derzeit stündlich überprüft“, sagte Pistel. Bei Gefahr werde der Fallenstock „Anfälle“ außerhalb der Stadt ein Stück geöffnet. Das bringe Entlastung.