Ulm Marihuana-Kurier aus Montenegro zu fast vier Jahren Haft verurteilt

Ulmer Zollbeamte zeigen der Öffentlichkeit die 26 Kilogramm Marihuana, die im Schmuggelauto unter dem Fahrer- und Beifahrersitz in Geheimfächern versteckt waren.
Ulmer Zollbeamte zeigen der Öffentlichkeit die 26 Kilogramm Marihuana, die im Schmuggelauto unter dem Fahrer- und Beifahrersitz in Geheimfächern versteckt waren. © Foto: Volkmar Könneke
Petra Laible 15.09.2017
Das Landgericht Ulm hat einen 33-Jährigen aus Montenegro zu einer Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt. Er schmuggelte 26 Kilo Marihuana.

Weil er als Kurier in einem präparierten Schmugglerauto mit doppeltem Boden über 26 Kilo Marihuana aus dem Kosovo illegal nach Deutschland gebracht hat, hat das Landgericht Ulm heute Vormittag einen 33-jährigen Familienvater aus Montenegro zu drei Jahren und neun Monaten Freiheitsstrafe verurteilt.

Der Angeklagte hatte ein Geständnis abgelegt, mit der Einschränkung, dass er die genaue Menge des Marihuanas nicht kannte. Ein unbekannter Auftraggeber aus dem Kosovo habe ihn auf die Fahrt nach Köln geschickt, wo Hintermänner die Drogen übernehmen sollten. Dafür wurden ihm 4000 Euro versprochen. Der Kurier war am 15. März bei einer Routinekontrolle von Beamten des Ulmer Hauptzollamts bei Seligweiler aufgeflogen. Ein Drogenspürhund hatte die Verstecke unter dem Fahrer- und Beifahrersitz entdeckt. Der 33-Jährige sitzt seither in Untersuchungshaft.

Die Schmuggelfahrt sei professionell aufgebaut gewesen, das Auto aufwendig präpariert, sagte der Vorsitzende Richter Gerd Gugenhan. Das und auch die Summe von 4000 Euro – „das entspricht in seiner Heimat siebeneinhalb Monaten legaler Arbeit“ – seien eindeutige Hinweise darauf, dass es sich um eine größere Drogenmenge handeln musste. Dies habe der Angeklagte billigend in Kauf genommen.