Blaubeuren Gerhauser Realschule künftig ganztags Eltern melden Bedarf an - Stadt baut Mensa

Blaubeuren / THOMAS SPANHEL 08.11.2013
Künftig sollen Kinder an vier Nachmittagen in der Realschule lernen können. Die Stadt Blaubeuren stellt den Antrag für eine offene Ganztagsschule.

Die Karl-Spohn-Realschule in Blaubeuren-Gerhausen will sich zu einer Ganztagsschule weiterentwickeln. Der Blaubeurer Gemeinderat hat am Dienstag einmütig einem entsprechenden Antrag der Schule zugestimmt und ihn an das Staatliche Schulamt weitergereicht. Außerdem stellt die Stadt im nächsten Jahr insgesamt 300 000 Euro bereit, um das Gebäude für das neue Angebot fit zu machen. Mit gut einem Drittel des Geldes soll eine Mensa eingerichtet werden. Der Rest ist für nötige Brandschutzvorkehrungen vorgesehen.

Die Realschule soll als offene Ganztagsschule geführt werden, die an vier Nachmittagen pro Woche Betreuungs- und Lernangebote macht, die aber nicht verpflichtend für alle Schüler sind. Wie bisher wird der Unterricht hauptsächlich vormittags stattfinden und nachmittags durch zusätzliche Betreuungsangebote und Arbeitsgemeinschaften ergänzt.

Die gesellschaftlichen Veränderungen wie die vermehrte Berufstätigkeit beider Elternteile und die Tatsache, dass immer mehr Kinder nur bei einem Elternteil aufwachsen, machten den Ausbau zur Ganztagsschule nötig, heißt es im pädagogischen Konzept der Schule. Weil Angebote auch in Kooperation mit den örtlichen Vereinen und Kirchen entstehen, eröffne sich ein breites Feld, die Kinder beispielsweise auch in Sprachkompetenzen oder sozialem Verhalten zu fördern, heißt es.

In der Lehrer- und der Schulkonferenz sowie im Elternbeirat ist die Einführung der Ganztagsschule jeweils ohne Gegenstimme beschlossen worden. Eine Umfrage ergab, dass in jeder Klassenstufe die Eltern von mehr als 20 Kindern einen Bedarf für eine Ganztagesschule haben. Die entsprechende Nachfrage ist Voraussetzung für die Zustimmung des Schulamts.

"Hinter dem Antrag steht ein schlüssiges Konzept", kommentierte Bürgermeister Jörg Seibold. Es wäre nicht gut, nur abzuwarten, wie sich die Realschule weiter in der sich verändernden Schullandschaft entwickelt. Daher wolle die Stadt auch einen "angemessenen finanziellen Beitrag" leisten, um das Konzept verwirklichen zu können. In Absprache mit dem Planungsbüro müsste es möglich sein, eine Mensa mit Küche kostengünstig innerhalb des Schulgebäudes zu verwirklichen, sagte Seibold.