Dornstadt Genossenschaft wartet auf Signale aus Berlin

TS 04.09.2012

Mit vier Photovoltaikanlagen produziert die Bürger-Energiegenossenschaft Dornstadt Strom. Die Ausbeute der Anlagen auf den Feuerwehrhäusern in Dornstadt und Tomerdingen sowie auf dem Bühl-Schulzentrum und dem Hallenbad reicht rechnerisch, um etwa 50 Haushalte mit Strom zu versorgen. Das sagte Helmut Semler, einer der beiden Vorsitzenden, in der Generalversammlung. Die weiteren Aktivitäten der inzwischen etwa 150 Mitglieder zählenden Genossenschaft hängen von den bundespolitischen Vorgaben ab. Weil unklar ist, wie stark die Einspeisevergütung für Photovoltaik-Strom noch gekürzt wird, sei es sehr schwierig, weitere Projekte zu planen, sagte Semler. Aus diesem Grund wird auch über Investitionen in andere Energieformen diskutiert. Eine Möglichkeit ist laut dem Co-Vorsitzenden Werner Weidling die Wärmeversorgung. Aktuell werde ein Projekt mit der Gasverdichtungsanlage in Scharenstetten untersucht, das möglicherweise vom Land gefördert wird. Ferner könne sich die Genossenschaft, deren Mitglieder Geschäftsanteile von insgesamt 270 000 Euro gezeichnet haben, an der Energieversorgung des neuen Quartiers am Alten Sportplatz beteiligen: Dort sind zum Beispiel ein Kinderhaus und Mehrgenerationen-Wohnen geplant. Geprüft wird zudem, ob Gebäude der Gemeinde mit genossenschaftlich erzeugter Energie versorgt werden können.