Berghülen Gemeinderat: Frischer Wind für alte Hüle

SWP 02.03.2012

"Was lange währt. . ." - mit diesen Worten hat der Berghüler Bürgermeister Bernd Mangold treffend beschrieben, dass für drei Windkraftanlagen im Windpark Berghülen nach rund zweijähriger Antragszeit endlich die Baugenehmigung erteilt worden ist. Ein Antrag für eine weitere Anlage dort ist abgelehnt worden, wie Mangold sagte. Ein Widerspruchsverfahren dazu läuft.

Die drei genehmigten Windräder sollen noch dieses Jahr ans Netz gehen, die Vorarbeiten beginnen, sobald die Witterung es zulässt. Im Herbst sollen die Anlagen aufgestellt werden. Für den nicht unerheblichen Flächenverbrauch bezahlt der Projektbetreiber der Gemeinde 135 225 Euro.

Das Geld muss in Ausgleichsmaßnahmen Berghülens fließen. Bürgermeister Bernd Mangold nannte unter anderem die Berghüler Hüle - früher der Dorfteich. Die Hüle sorgte dafür, dass die Menschen auf der verkarsteten Alb genug Wasser hatten. Bereits 2009 hat der Gemeinderat die Wiederbelebung der Hüle beschlossen. Sie liegt an der Schulstraße, gegenüber der katholischen Kirche. Es wurde festgelegt, dass das Geld dafür aus dem Bau der Windkraftanlagen kommen soll.

Aus der Anlage im Windpark, die schon in Betrieb ist, sind 23 000 Euro in den Ausgleichstopf geflossen. Vor zwei Jahren wurde geschätzt, dass der Ausbau der einstigen Hüle, die derzeit nur eine Senke ist, rund 72 000 Euro kosten wird.